Preis der Leipziger Buchmesse: Entdecken Sie unsere ausgezeichneten und nominierten Bücher
Drei Kategorien, ein Anspruch: herausragende Literatur sichtbar zu machen. Der Preis der Leipziger Buchmesse bringt den Literaturfrühling auf den Punkt und würdigt die Vielseitigkeit des Publizierens – von mitreißender Prosa in der Kategorie Belletristik über kluge zeitgenössische und zeitgeschichtliche Betrachtungen in der Kategorie Sachbuch/Essayistik bis hin zur hohen Kunst des Übertragens fremdsprachlicher Titel ins Deutsche in der Kategorie Übersetzung.
Diese Übersicht versammelt alle Rowohlt-Bücher, die beim Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet oder nominiert wurden. Ein idealer Orientierungspunkt für alle, die auf der Suche nach außergewöhnlichem Lesestoff sind.
🏆 Gewinner-Titel: Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse
▶️ Kategorie Belletristik
2024: Barbi Marković – Minihorror
(Zuerst erschienen und ausgezeichnet im Residenz Verlag, Taschenbuch erhältlich bei Rowohlt)
Unnachahmliche Ideen, starke Empfindungen, hinreißende Komik: Barbi Marković erzählt so humorvoll wie bitterernst von unserer Gegenwart – auf eine Weise, die wir in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur schmerzlich vermisst haben.
2017: Natascha Wodin – Sie kam aus Mariupol
Natascha Wodin erzählt beklemmend und bestürzend intensiv von einem beinah vergessenen Verbrechen des NS-Regimes: der Verschleppung und Zwangsarbeit von «Ostarbeitern» im Dritten Reich. Ein Buch gegen das Vergessen, ein Buch, das man gelesen haben muss.
2013: David Wagner – Leben
David Wagner hat ein berührendes, nachdenklich stimmendes, lebenskluges Buch über einen existentiellen Drahtseilakt geschrieben. Ohne Pathos und mit stilistischer Brillanz erzählt er vom Lieben und Sterben, von Verantwortung und Glück – und vom Leben.
2012: Wolfgang Herrndorf – Sand
Ein mitreißender Agententhriller – und noch viel mehr: ein literarisches Abenteuer, ein außerordentlicher Roman, eine Odyssee durch eine Welt jenseits moralischer Gewissheiten.
2010: Georg Klein – Roman unserer Kindheit
Georg Klein erzählt vom Kindsein, von dessen Abenteuern, übergroßen Aufregungen und Gefahren. «Roman unserer Kindheit» ist zugleich ein radikal autobiographisches und dämonisch-phantastisches Buch.
📚 Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse
▶️ Kategorie Belletristik
2024: Inga Machel – Auf den Gleisen
Inga Machel ist ein sprachmächtiges, kluges Debüt gelungen über eine kaum in Worte zu fassende Trauer und über die Frage, wie ein Mensch leben will und was er braucht, um es zu können.
2019: Matthias Nawrat – Der traurige Gast
Eine Selbst- und Weltbefragung von bestrickender erzählerischer Intensität, ein philosophischer und zutiefst menschlicher Roman, der weiß, was Verlieren, Verdrängen, Neu-Ankommen bedeuten. Ein Buch vom Überleben, in aller Schönheit, trotz allem Schrecken.
2018: Georg Klein – Miakro
Mit Ernst und Eigensinn, mit Humor und Gefühl führt Georg Klein seine Figuren einem großen Gegenspieler in die Arme. Nicht alle werden den Frühlingsmorgen dämmern sehen. Aber das Licht des Phantastischen leuchtet hell über die Grenzen des Erwartbaren hinaus.
2016: Heinz Strunk – Der goldene Handschuh
Strunks Roman taucht tief ein in die infernalische Nachtwelt von Kiez, Kneipe, Abbruchquartier, deren Bewohnern das mitleidlose Leben alles Menschliche zu rauben droht. Mit erzählerischer Besessenheit, historischer Präzision und ungeheurem Mitgefühl rekonstruiert er eine Verbrechensserie, in der nicht nur der Täter gerichtsnotorisch war, sondern auch alle seine unglücklichen Opfer.
2016: Nis-Momme Stockmann – Der Fuchs
Nis-Momme Stockmanns Romandebüt ist die Chronik eines Orts im Windschatten geschichtlicher Großereignisse, durch die sein Held Finn als Chronist und Hofnarr in Personalunion führt. Stockmanns Figuren versuchen mit allen Mitteln, dem Leben Größe und Antworten abzuringen, nehmen dafür Mut, Verstand, Schaufel und Waffen in die Hand – und dabei verliert man sein Herz an sie.
2011: Wolfgang Herrndorf – Tschick
Die Geschichte dieses Buchs ist einzigartig; millionenfach verkauft, in fast vierzig Sprachen übersetzt, jahrelang das meistgespielte Stück auf deutschsprachigen Bühnen und als Film international erfolgreich. Für unzählige Leser:innen aller Altersstufen gehört die Geschichte von Maik, Tschick und Isa zu den großen Leseabenteuern ihres Lebens.
2009: Daniel Kehlmann – Ruhm
Neun Episoden, die sich nach und nach zu einem romanhaften Gesamtbild ordnen, ein raffiniertes Spiel mit Realität und Fiktionen: ein Spiegelkabinett. Ein Buch über Ruhm und Verschwinden, Wahrheit und Täuschungen. Ein poetisches Abenteuer, weltläufig und kühn.
2005: Uwe Tellkamp – Der Eisvogel
Dieses Buch ist bei uns vergriffen.
🏆 Gewinner-Titel: Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse
▶️ Kategorie Sachbuch/Essayistik
2019: Harald Jähner – Wolfszeit
Von der Stunde Null bis zum Wirtschaftswunder – ein Jahrzehnt, rau, wild und zwischen den Epochen schwebend, das Harald Jähner als das zeigt, was es war: entscheidend für die Deutschen und in vielem ganz anders, als wir oft glauben. Mit «Wolfszeit» hat Jähner die erste große Mentalitätsgeschichte der Nachkriegszeit vorgelegt, in deren Mittelpunkt die Deutschen in ihrer ganzen Vielfalt stehen.
2014: Helmut Lethen – Der Schatten des Fotografen
Helmut Lethen erläutert, was Bilder sind und was sie vermögen, ohne dabei die Wirklichkeit hinter ihnen preiszugeben. Ein eindringliches Plädoyer und eine Schule des Sehens in einer unübersichtlichen Zeit.
2009: Herfried Münkler – Die Deutschen und ihre Mythen
In einer großen historischen Analyse zeigt Münkler, wie Mythen unsere nationale Identität geformt haben und welch motivierende und mobilisierende Kraft ihnen eignet – im Positiven wie im Negativen. Ein aufschlussreiches Werk nicht nur über die Geschichte und Mentalität der Deutschen, sondern auch über die Politik der Gegenwart, souverän dargestellt und spannend zu lesen.
📚 Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse
▶️ Kategorie Sachbuch/Essayistik
2025: Jens Bisky – Die Entscheidung. Deutschland 1929 bis 1934
Bis heute gilt das Ende der Weimarer Republik als Modellfall politischer Katastrophen. In einem großen Panorama schildert Jens Bisky, gedankensprühend und geschichtensatt, die Jahre, die noch immer ihre Schatten auf die Gegenwart werfen und in denen sich das Schicksal Deutschlands entschied.
2019: Frank Biess – Republik der Angst
Die Anatomie der deutschen Angst: Die Geschichte der Bundesrepublik war von Beginn an untrennbar mit der kollektiven Furcht vor der nächsten Katastrophe verwoben. In einem großen Panorama schildert Frank Biess, scharfsinnig und meisterhaft erzählt, wie die Angst Politik und Gesellschaft jahrzehntelang prägte – und fragt, ob das Phänomen der «German Angst» heute an sein Ende gelangt ist.
2017: Leonhard Horowski – Das Europa der Könige
Leonhard Horowski führt uns kenntnisreich und unterhaltsam durch untergegangene Welten. Er zeichnet ein schillerndes Porträt des Adels in jener Epoche, als er noch keine natürlichen Feinde kannte – im Europa der Könige, das an sich und seinem dynastischen Denken schließlich gescheitert ist.
2014: Jürgen Kaube – Max Weber
Jürgen Kaube ergründet ein außergewöhnliches, stets am Rande der Erschöpfung geführtes Leben, in dem vieles bis heute rätselhaft scheint – und entwirft zugleich ein faszinierendes Zeitbild, das Bild einer Epoche der Umbrüche zwischen Kaiserreich, Erstem Weltkrieg und Weimarer Republik.
2012: Manfred Geier – Aufklärung
Vom Mut, seinen eigenen Verstand zu gebrauchen: die faszinierende Geschichte von dreihundert Jahren Aufklärung – und ein Plädoyer für Toleranz und Vernunft in unserer Zeit.
2010: Steffen Martus – Die Brüder Grimm
Das faszinierende Leben zweier Brüder, die Geschichte schrieben: Steffen Martus lässt ihre Biographie lebendig werden und zeichnet so, wie nebenbei, ein packendes Geschichtspanorama und das faszinierende Porträt einer Epoche.
🏆 Gewinner-Titel: Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse
▶️ Kategorie Übersetzung
2012: Christina Viragh für die Übersetzung von Péter Nádas' «Parallelgeschichten» aus dem Ungarischen
📚 Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse
▶️ Kategorie Übersetzung
2025: Olaf Kühl für die Übersetzung von Szczepan Twardochs «Kälte» aus dem Polnischen
2021: Nikolaus Stingl und Dirk van Gunsteren für die Übersetzung von John Dos Passos' «USA-Trilogie» aus dem Englischen
2020: Melanie Walz für die Übersetzung von George Eliots «Middlemarch» aus dem Englischen
2020: Simon Werle für die Übersetzung von Charles Baudelaires «Der Spleen» aus dem Französischen
2012: Nikolaus Stingl für die Übersetzung von William Gass' «Der Tunnel» aus dem Englischen
Dieses Buch ist vergriffen.






















































