Erscheinungstermin: 16.02.2016

Leseprobe

Der Fuchs

Finn Schliemann rettet sich auf ein Dach, als die norddeutsche Kleinstadt Thule, in der er aufgewachsen ist, von einer gewaltigen Flut überrascht wird. Über den Trümmern seiner Heimat, unter einer gnadenlos brennenden Sonne und mit dem Lärm des sprudelnden Wassers im Ohr beschwört er die verdrängten Bilder seiner Kindheit herauf:
Finn hat einen toten Vater, einen behinderten Bruder und wenige Freunde. Einzig Tille, ein wachstumsgestörter Albino, Diego, ein fetter Junge, dem ein Zeh fehlt, und der für sein Alter riesige Baumann geben sich mit ihm ab. Als Finn eines Nachmittags in die Hände der örtlichen Rowdys zu geraten droht, tritt Katja auf den Plan und in sein Leben. Sie ist phantasievoll, selbstbewusst und mutig.
Die Geschichten, die sie sich ausdenkt und die die beiden in einem Buch festhalten, bereichern Finns Welt: Sie selbst sei Zeitreisende, Thule ein bedeutungsvoller mystischer Ort, eine Art Achse im Raum-Zeit-Gefüge, die von einer Gruppe von Männern – Agenten des «Büros» – überwacht werde, um den Verlauf der Geschichte gemäß einer geheimnisvollen Agenda zu gewährleisten. Doch was als Spiel beginnt, dringt immer tiefer in ihr Leben: Sie entdecken Symbole auf Wänden, im Dorf lebende Männer tauchen auf 100 Jahre alten Fotografien auf, und Finns sprachunfähiger Bruder formuliert orakelhafte Hinweise. Katja treibt dieses Spiel auf die Spitze und landet schließlich in der Psychiatrie. Finn zieht sich zurück. Erst Jahre später, auf dem Dach gestrandet, greift er ihre Geschichten wieder auf. Denn Katja hat diese Flut kommen sehen.

  • Taschenbuch 12,99 €
  • E-Book 10,99 €

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  • Verlag: Rowohlt E-Book
  • Erscheinungstermin: 16.02.2016
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 720 Seiten
  • ISBN: 978-3-644-04981-9
Book Cover
Der Fuchs

Bitte beachten Sie, dass das Cover ausschließlich in seiner Originalgestaltung verwendet werden darf. Ausschnitte und Verzerrungen sind urheberrechtlich nicht erlaubt.

  • Ein echtes Sprachgenie.

    Die Zeit
  • Das ist ein echter Wurf. Ein Schleuderwurf.

    Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
  • Selten hat ein Roman so leidenschaftlich, so überbordend und gleichzeitig so genau die Gefühlslage eines Jugendlichen in unserer Gegenwart beschrieben.

    Kultur Spiegel
  • Überbordend, fordernd, aufregend.

    Hamburger Abendblatt
  • In Augenblicken hat die Geschichte Anklänge an den federleichten Ton, den Wolfgang Herrndorf einst für seinen Roman Tschick fand.

    dpa
  • Grandios und verstörend.

    RBB Inforadio
  • Atmosphärisch, dicht und packend. Ein echtes Leseereignis!

    NDR "Kulturjournal"
  • Stockmann kann etwas Ungewöhnliches. Weil er das Gewöhnliche will.

    FAZ.NET
  • Ein grandios unterhaltsamer Fabulierer.

    Berliner Zeitung
  • Eine mitreißende, kühne und genial konstruierte Erzählung. In der deutschen Gegenwartsliteratur gibt es nichts Vergleichbares.

    Rolling Stone
  • Stockmann findet eine atemberaubend scharfe Prosa, boshaft, witzig, sarkastisch und, wo es angebracht ist, gut dosiert lyrisch.

    der Freitag
  • Ein neuer Brecht.

    tip Berlin
  • Hier geht einer literarisch aufs Ganze.

    taz
  • Breitbandliteratur.

    Frankfurter Rundschau
  • Der Fuchs ist ein Monster … Hier geht einer literarisch eben wirklich aufs Ganze. Stößt einen ab, reißt einen mit und zeigt einer Literatur, die die Wirklichkeit mimikryhaft sortiert und etikettiert, ihre Grenzen, indem er sie übersteigt.

    taz
  • Stockmanns suggestive, bildkräftige und detailstarke Prosa schafft ein Angstszenario, das es mit Lynch oder Lovecraft aufnehmen kann.

    Deutschlandradio Kultur
  • Es ist kühne, innovative Literatur.

    Stuttgarter Zeitung
  • Alfred Döblin lässt grüßen.

    Der Tagesspiegel
  • Indem Nis-Momme Stockmann dabei alle poetologischen Register zieht, formuliert er selbst diese höchsten Maßstäbe. (…) Dann entfaltet sich eine Erzählung, die eher als an Herrndorfs Tschick an Dickens’ Große Erwartung anschließt und einerseits eine enorme Zärtlichkeit entfaltet, zugleich aber auch von der Brutalität eines Tarantino-Films geprägt ist.

    FAZ.NET
  • Das größte Geheimnis dieses geheimnisvollen Buchs: sein brillanter Minimalismus.

    Die literarische Welt
  • Es ist beeindruckend, wie beklemmend Stockmann jugendliche Zerrissenheit zu schildern versteht, wie er Irrationales und Abweichendes als selbstverständlichen Teil der Wirklichkeit darstellt … ambitioniert, kompositorisch und stilistisch kühn.

    Neue Zürcher Zeitung
  • Sein Wortreichtum scheint alles bewegen zu können, herumzuwirbeln, inklusive Leser.

    René Pollesch

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