Erscheinungstermin: 07.03.2014

Leseprobe

Morphin

Warschau 1939: Leutnant Konstanty Willemann, vor dem Krieg ein Bonvivant und Dandy, streift durch die zerbombte, soeben noch blühende Stadt, in der die deutsche Besatzung alle Freiheit erstickt. Konstanty, väterlicherseits selbst Deutscher, betäubt sich mit Alkohol und Morphin – denn er ist zerrissen zwischen seinem versehrten Vater und seiner fanatischen Mutter, und er ist noch mehr zerrissen zwischen seinem unsteten Leben mit rauschhaften Nächten bei der jüdischen Edelprostituierten Salomé und der Sorge um die Zukunft seiner Familie, um seine Ehefrau und den vergötterten kleinen Sohn.
Doch dann schließt Konstanty sich dem Widerstand an. Getarnt mit der väterlichen Uniform und tadellos Deutsch sprechend, wagt er immer riskantere Aktionen und lernt sich bald besser kennen – als einen erschreckend anderen. Eine konspirative Reise mit der undurchschaubaren Adeligen Dzidzia führt ihn durch eine Vorhölle verwüsteter Landschaften in das noch heile Budapest. Die Fahrt wird für Konstanty zur Prüfung, ob er sich dem Untergang, der Warschau ergriffen hat und ihn selbst mitzureißen droht, noch entziehen kann ...
Sinnlich und radikal erzählt Szczepan Twardoch die Geschichte eines faszinierenden, schillernden Helden und entwirft ein großes Panorama der vom ersten Beben des Zweiten Weltkriegs erschütterten Zeit – voller Erinnerungen an die unwiederbringlich zerstörte Schönheit, voll unvergesslicher Szenen, wie Konstanty Willemann durch ein Fegefeuer zu sich selbst findet. Ein virtuoser, atemloser und gewaltiger Roman.

  • Taschenbuch 12,99 €
  • Gebundene Ausgabe 22,95 €
  • E-Book 10,99 €

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  • Verlag: Rowohlt E-Book
  • Erscheinungstermin: 07.03.2014
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 592 Seiten
  • ISBN: 978-3-644-11701-3
Book Cover
Morphin

Bitte beachten Sie, dass das Cover ausschließlich in seiner Originalgestaltung verwendet werden darf. Ausschnitte und Verzerrungen sind urheberrechtlich nicht erlaubt.

  • Ein provokanter Roman über die deutsche Besetzung Warschaus.

    FAZ
  • Was für ein Buch!

    Die Zeit
  • Ein Roman, der in seiner Wucht und Anschaulichkeit alles hinter sich lässt, was im Genre des zeithistorischen Romans üblicherweise angeboten wird.

    Süddeutsche Zeitung
  • Ein mutiges Buch über einen Helden in der Männlichkeitskrise.

    Deutschlandradio Kultur
  • Kühn und begeisternd erzählt der Autor vom Krieg als unangenehmer Unterbrechung eines Boheme-Lebens.

    Der Spiegel

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