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Existenzialismus: Die wichtigsten Werke von Sartre, de Beauvoir und Camus

Der Existenzialismus ist eine philosophische Strömung des 20. Jahrhunderts, die das Individuum, seine absolute Freiheit und die daraus resultierende Verantwortung in das Zentrum des Denkens stellt. Er besagt, dass das Dasein des Menschen (die Existenz) seinem Wesen (der Essenz) vorausgeht – der Mensch definiert sich also erst durch sein Handeln.

Existenzialismus

Das Klischee von melancholischen jungen Menschen in schwarzen Rollkragen-Pullis, die in den Pariser Cafés zwischen Uni, Demo und Jazzkeller über das Nichts sinnieren, ist bis heute präsent. Natürlich kratzt es nur an der Oberfläche dessen, was der Existenzialismus wirklich ist.

Tatsächlich entwickelte sich der Existenzialismus in der Mitte des 20. Jahrhunderts, vor allem in Frankreich, zu einer der einflussreichsten philosophischen Strömungen und hatte enormen Einfluss auf die Studenten:innenbewegung der 1960er Jahre.

Seine wichtigsten Köpfe – darunter Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Albert Camus – verarbeiteten ihre Grundgedanken nicht nur in philosophischen Abhandlungen, sondern auch in Romanen und Theaterstücken, wodurch sie eine breite Öffentlichkeit erreichten. 

Die Philosophie der Freiheit: Warum Existenzialismus uns bewegt

Im Kern rückt der Existenzialismus den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt. Er befasst sich mit elementaren menschlichen Erfahrungen wie Angst, Tod, Freiheit, Verantwortung und Handeln. Der zentrale Gedanke: Der Mensch versteht sich nur im Erleben seiner selbst. Die Theorie konzentriert sich also auf das Individuum und seine Entscheidungen. In unseren Publikationen finden Sie die theoretischen Fundamente und literarischen Meisterwerke, die zeigen, dass der Mensch «zur Freiheit verurteilt» ist. Ob Sie die Ursprünge des modernen Feminismus suchen oder die Überwindung des Absurden – wir bieten Ihnen die passende Lektüre.

Jean-Paul Sartre



Das theoretische Fundament der Bewegung legte Jean-Paul Sartre mit seinem monumentalen Hauptwerk «Das Sein und das Nichts». Er argumentierte darin, dass die menschliche Existenz der Essenz vorausgeht – der Mensch ist also erst einmal nichts und definiert sich erst durch seine späteren Handlungen selbst. Diese absolute Freiheit und die damit verbundene radikale Verantwortung für das eigene Tun sind der Kern dessen, was das Menschsein für Sartre ausmacht. Als langjähriger Rowohlt-Autor prägte er das intellektuelle Profil des Verlages und bleibt die zentrale Stimme für alle, die nach einer Philosophie der Tat suchen.

Jean-Paul Sartre

Simone de Beauvoir



Herausragende Beiträge zum Existenzialismus stammen von Simone de Beauvoir, die als eine der einflussreichsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts gilt. In ihrem wegweisenden Werk «Das andere Geschlecht» analysiert sie die Situation der Frau aus einer existenzialistischen Perspektive und legte damit den entscheidenden Grundstein für die moderne feministische Theorie. Mit ihrem berühmten Diktum «Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht» forderte sie die individuelle Freiheit gegen gesellschaftliche Zuschreibungen ein. Bei Rowohlt finden Leser:innen ihre Werke als unverzichtbare Klassiker, die bis heute aktuelle Debatten über Identität und Selbstbestimmung prägen.

Simone de Beauvoir

Alle Bücher von Simone de Beauvoir



Albert Camus



Obwohl Camus sich selbst als Philosoph des Absurden begriff und sich von Sartres Pariser Zirkel distanzierte, bleibt er eine Schlüsselfigur für unser Verständnis der menschlichen Existenz. In seinem Klassiker «Der Mythos des Sisyphos» widmet er sich dem Spannungsverhältnis zwischen der Sinnwidrigkeit der Welt und der menschlichen Sehnsucht nach Sinnhaftigkeit. Er teilt mit dem Existenzialismus die drängenden Fragen nach Freiheit und Verantwortung.

Albert Camus

Alle Bücher von Albert Camus



FAQ: Alles Wissenswerte zum Existenzialismus bei Rowohlt

Existenzialismus ist eine Philosophie, die besagt, dass der Mensch keine vorgegebene Bestimmung hat, sondern sich durch seine eigene Freiheit und sein Handeln selbst erschaffen muss. Der zentrale Leitsatz von Jean-Paul Sartre lautet: «Die Existenz geht der Essenz voraus». Das bedeutet, dass wir erst existieren und uns danach durch unsere Entscheidungen eine eigene Bedeutung geben.

Die drei prägendsten Köpfe des Existenzialismus sind Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Albert Camus.

  • Sartre lieferte das theoretische Fundament.
  • De Beauvoir verband das Denken mit der feministischen Theorie.
  • Camus fokussierte sich auf die Philosophie des Absurden.

Für den perfekten Einstieg in das existenzielle Denken empfehlen wir folgende Werke aus unserem Programm:

Rowohlt verlegt die bedeutendsten existenziellen Denker:innen seit den 1950er Jahren und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Philosophie im deutschsprachigen Raum populär wurde. Als Traditionsverlag pflegen wir eine der umfangreichsten Backlists dieser Epoche und bieten unseren Leser:innen fundierte Ausgaben in Neuübersetzungen.