Heinz Strunk im Interview: «Stets zu Diensten»
Ein neues Buch zur Ferienzeit von Heinz Strunk: «Memories of Heidelberg».
Heinz, in deinem neuen Roman gibt es ein wichtiges Element, das sich wie ein roter Faden durch dein Werk zieht: Das Essengehen in Restaurants. Wie kommt das?
Mein großes Vorbild ist ja die Fünf-Freunde-Reihe von Enid Blyton. Die fünf Freunde haben immer gespachtelt, als ob es kein Morgen gäbe. Ich habe mir beim Lesen vorgestellt, wie die ganzen Leckereien wohl schmecken. Eigentlich habe ich die Bücher in erster Linie wegen der opulenten Picknickkörbe gelesen. Und mir damals schon vorgenommen, dass, wenn ich selbst mal unter die Autoren gehen sollte, meine Bücher auf jeden Fall eins sein müssen: appetitanregend.
Du bist nicht verheiratet, du bist nicht übergewichtig wie dein Protagonist, hat der Roman trotzdem mit dir zu tun?
Mit 124 Kilo wiege ich immerhin fünf Kilo mehr als mein Held Bertram. Bei mir sieht man das bloß nicht, weil es sich in erster Linie um so genanntes Viszeralfett handelt, also solches, das sich für das Auge nicht sichtbar um die inneren Organe anlagert. Zum anderen führe ich seit einigen Jahren eine Scheinehe. Darüber kann ich allerdings nicht reden, aus nachvollziehbaren Gründen. Ansonsten ist alles ganz genau wie bei Bertram. Man könnte also sagen, Bertram, gleich Heinz, Heinz gleich, Bertram.
Du wirst ja als ein sehr norddeutscher Autor wahrgenommen. Wie bist du auf Heidelberg als Schauplatz gekommen?
Das ist eine grobe, große Unverschämtheit, und wird mir überhaupt nicht gerecht. Ich bin ein bedeutender, internationaler Autor, der sicher auch im Ausland bald Ruhm und Ansehen genießen wird.
Können wir uns jetzt auf einen Urlaubsroman von Heinz Strunk alle paar Jahre freuen oder hast du andere Pläne?
Wenn die Leserschaft das gerne von mir liest, warum nicht. Ich bin ja alter Tanzmucker, und als solcher sage ich: stets zu Diensten.
Welches sind die drei besten Schlager aller Zeiten?
Tränen lügen nicht von Michael Holm, Geh nicht vorbei von Christian Anders und Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius.