Irgendwo in diesem Dunkel Irgendwo in diesem Dunkel
Irgendwo in diesem Dunkel
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Erscheinungstermin: 28.01.2020

Leseprobe

Irgendwo in diesem Dunkel

Nach dem großen Erfolg von «Sie kam aus Mariupol», dem Buch über die Mutter, begibt Natascha Wodin sich auf Spurensuche nach ihrem Vater. Erzählt wird die Zeit, als die ältere seiner beiden Töchter sechzehn ist. Sie lebt beim Vater abseits in den «Häusern» am Fluss, unter Verschleppten und Entwurzelten. Dabei möchte sie so gern zu den Deutschen gehören, möchte Ursula oder Susanne heißen und träumt von einem Handwerker, den sie heiraten könnte, um ihrer russischen Herkunft zu entkommen. Aber der seit je gefürchtete Vater sperrt sie ein. In einem Taftkleid der Mutter flieht sie in die Schutzlosigkeit der Straße …

Eine ungeheuerliche Geschichte der Ort- und Obdachlosigkeiten – verfasst in Natascha Wodins klarer, sachlicher und doch von Emotion und Poesie getragener Sprache, die ihresgleichen sucht.

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  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch
  • Erscheinungstermin: 28.01.2020
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 240 Seiten
  • ISBN: 978-3-499-27449-7
Book Cover
Irgendwo in diesem Dunkel

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  • "Irgendwo in diesem Dunkel" findet Wodin das gedemütigte Kind und sie zeigt, wie mühsam es sich emanzipierte. Das hat eine immense Wirkung, weil der Abstand zwischen der Kindheit und dem Erwachsenenleben der Autorin riesig ist. (...) Hier zeigt sich ihre Kunst.

    Cornelia Geißler, Frankfurter Rundschau, 24. November 2018
  • Um mehr von ihrem Vater zu erfahren, muss Wodin von sich erzählen, erste Person Singular. Das gelingt berührend. (...) Mit bedrückender Lakonik erzählt sie von der scheinheilen Kittelschürzen-Welt der Nachkriegsjahre.

    Marcus Clauer, Die Zeit, 22. November 2018
  • Das alles, samt der unglaublichen Geschichte ihrer Jugendjahre, erzählt Natascha Wodin in dieser klaren, undramatischen und unlarmoyanten Sprache, die schon in „Sie kam aus Mariupol“ in heftigem Kontrast zu den Erzählinhalten stand.

    Katharina Granzin, taz, 3. November 2018
  • Mit dem Doppel der autobiografischen Bücher über ihre Eltern hat Natascha Wodin sich einen Platz in der vordersten Linie der deutschen Literatur erobert.

    Uwe Schütte, der Freitag, 4. Oktober 2018
  • Die Balance zwischen persönlichem und sachlichem Ton gelingt Natascha Wodin grandios. (…) Der Roman kommt ganz ohne Metaphern aus, das Geschehen wird sparsam, aber äußerst wirkungsvoll geschildert. Gerade diese Strenge reißt den Leser mit.

    Nicole Henneberg, Der Tagesspiegel, 5. September 2018
  • Ein Buch, das die Schrecken und das Grauen des 20. Jahrhunderts in unsere Gegenwart transportiert – eine sehr beeindruckende Lektüre.

    Denis Scheck, ARD "Druckfrisch", 2. September 2018
  • Wodin ist eine Meisterin des genauen Hinschauens (…) 'Irgendwo in diesem Dunkel' kommt mit ungeheurer Wucht daher und zieht den Leser in einen Sog, aus dem er erst nach der letzten Seite wieder auftaucht.

    Susanne von Schenck, MDR, 28. August 2018
  • Beeindruckend, wie souverän die Autorin auf Pathos verzichtet, wie kühl und doch packend sie von ihren harten Teenagerjahren erzählt und dabei locker ein ganzes Jahrhundert aus der Frauenperspektive aufrollt.

    Profil, 27. August 2018
  • Natascha Wodin hat ein weiteres ungeheuerliches Buch verfasst (...). Dass sie die Schweigespirale in ihrer Familie mit ihrem literarischen Schaffen durchbrochen hat, ist der Kern ihres Lebenswerks.

    Stefan Berkholz, Saarländischer Rundfunk SR 2, 22. August 2018
  • Der stille, zurückhaltende Triumph einer Autorin über die Traumata ihrer Biografie.

    Holger Heimann, Ö1 "Ex Libris", 18. November 2018
  • Ein noch viel intimeres Buch, das für sich stehen kann. (...) Sie klagt nicht an, sie schildert Geschichte anhand menschlicher Schicksale.

    Focus Online, 23. Oktober 2018
  • Wer wissen will, was Ausgrenzung für die Betroffenen konkret bedeutet, muss das neue Buch von Natascha Wodin lesen. (...) Dass die Siebzehnjährige doch noch ihren Weg aus der Obdachlosigkeit fand, (...) aus ihr später eine Dolmetscherin, Übersetzerin und schließlich eine großartige Schriftstellerin wurde, grenzt an ein Wunder. Zum Glück für ihre LeserInnen.

    Eva Pfister, WOZ - Die Wochenzeitung, 18. Oktober 2018
  • Eine sprachlich beeindruckende und emotional bewegende Lektüre.

    Elisabeth Langohr, Ruhr Nachrichten, 18. Oktober 2018
  • Ein hartes, aber kein bitteres Buch. (...) Es lässt mitleiden und mitfühlen und demonstriert, wie aus einem geplagten Menschenkind eine bedeutende Autorin werden kann. Das ist große, bemerkenswerte Literatur von einer beeindruckenden sprachlichen Kraft.

    Dirk Kruse, BR, 2. Oktober 2018

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