Ausgezeichnet

Lena Gorelik erhält den Literaturpreis «Text & Sprache 2022» des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft

Der jährlich vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. vergebene Literaturpreis «Text & Sprache» geht 2022 an Lena Gorelik. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird der in München lebenden Autorin im Rahmen der 71. Jahrestagung des Kulturkreises im Oktober 2022 in Frankfurt am Main verliehen.

Glückwunsch, Lena Gorelik

Begründung der Jury:

«Die Erzählerin und Essayistin Lena Gorelik besticht mit ihrer klaren, differenzierten Haltung zu brisanten gesellschaftspolitischen Themen. Sie gehört zur Generation der in den Neunzigerjahren mit ihrer Familie als russisch-jüdischer Kontingentflüchtling eingewanderten Autor*innen, die einen Kultur- und Sprachwechsel verkraften mussten und sich schreibend mit ihrer doppelten Identität auseinandersetzen. In ihrem autobiographischen Roman ‹Wer wir sind› verschränkt Lena Gorelik kunstvoll Zeitebenen und Perspektiven und findet für die Vielschichtigkeit von Erinnerung eine beeindruckende literarische Form. Als Kind erfüllt von Scham und Staunen, von Ehrgeiz und Rebellion, beschreibt sie als anerkannte Schriftstellerin die Entbehrungen, das Ringen um Würde und Respekt, die Trauer um verlorene Geschichten und Traditionen, die mit der Migration einhergingen. Der Literaturpreis ‹Text & Sprache 2022› würdigt eine der wichtigen Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur zum zentralen Thema unserer Zeit.»

Weitere Informationen

Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutschland. Ihr Roman «Hochzeit in Jerusalem» (2007) war für den Deutschen Buchpreis nominiert, der viel­gelobte Roman «Mehr Schwarz als Lila» (2017) für den Deutschen Jugendbuchpreis. Regel­mäßig schreibt Lena Gorelik Beiträge zu gesellschaftlichen Themen, u.a. für die «Süddeutsche Zeitung» oder «Die Zeit». Sie lebt in München.

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