Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug
Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug
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Erscheinungstermin: 13.10.2020

Leseprobe

Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug

Erinnerungen

Die Angst vor den Bomben, eine Kindheit im Krieg – damit beginnen Helmut Lethens Erinnerungen, die durch mehr als sieben Jahrzehnte bundesdeutscher Geschichte führen: der Schock, als er mit achtzehn Jahren in Alain Resnais’ Film «Nacht und Nebel» zum ersten Mal mit dem Holocaust konfrontiert ist. Das Gefühl der Befreiung, als er vom biederen Bonn in das viel liberalere Amsterdam zieht, um dort zu studieren. Schließlich das von Aufruhr und Protest aufgewühlte Berlin: Hier demonstriert Lethen 1967 gegen den Besuch des Schahs, und bald agitiert er als Sprecher der Kampagne für ein Kinderkrankenhaus in Kreuzberg an vorderster Front. Die maoistische K-Gruppe schließt Lethen wegen «Versöhnlertums» aus, dennoch trifft ihn der «Radikalenerlass», das Berufsverbot in Deutschland – das sich als unfreiwillige Chance erweist: In den Niederlanden schreibt Lethen die «Verhaltenslehren der Kälte», in denen er das Verhältnis von Geist und Politik im 20. Jahrhundert auf ganz neue und bis heute aktuelle Weise ausgeleuchtet hat.


Helmut Lethen berichtet in seiner Autobiographie, was ihn geprägt hat: von politischen und denkerischen Experimenten, von Weggefährten sowie Ideengebern wie Adorno und Enzensberger. Ein Entwicklungsroman der Bundesrepublik – wie ihn nur noch wenige Intellektuelle zu erzählen vermögen.

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  • Verlag: Rowohlt Berlin
  • Erscheinungstermin: 13.10.2020
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 384 Seiten
  • ISBN: 978-3-7371-0088-5
Book Cover
Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau genug

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  • Ein faszinierendes Buch ... eine im besten Sinn zeitgenössische Autobiographie.

    Stephan Wackwitz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Oktober 2020
  • Lethen gehört nicht zu den Kalten und Schlauen, sondern zu den Klugen und Mitfühlenden. Seine Autobiografie zeigt, wie sich jemand mit unermüdlicher Denklust durch die Epochen bewegt.

    Wolfgang Schneider, Der Tagesspiegel, 9. Dezember 2020
  • Die berührende Autobiografie eines gelernten und gelehrten 68ers.

    Marc Reichwein, Welt am Sonntag, 29. November 2020
  • Entwaffnend und persönlich ... Lethen ist der seltene Intellektuelle, der die Welt, auch seine eigene, lieber mit Fragen als unverrückbaren Antworten bedenkt.

    Marc Reichwein, Die Welt, 28. November 2020
  • Ein unabhängiger Geist ... Helmut Lethens Autobiographie ist ein eindrücklicher Beleg eben dafür.

    3Sat "Kulturzeit", 20. November 2020
  • Es ist die leise Selbstironie, die Helmut Lethens Rückbesinnung auf sein bewegtes politisches Leben zum Lesegenuss macht.

    Harry Nutt, Berliner Zeitung, 19. November 2020
  • Man liest dieses sowieso kluge Buch mit dem meisten Gewinn, wenn Lethen sein Denken in Sätze bringt, er seine Entwicklung zu verstehen versucht.

    Gerrit Bartels, RBB Kultur, 17. November 2020
  • Helmut Lethen hat die deutschen Geistes- und Kulturwissenschaften mitgeprägt. In seiner Autobiografie blickt er auf sein Leben zurück – und zeichnet dabei auch die Entwicklungen der Bundesrepublik nach.

    Thomas Wagner, NZZ Online, 16. November 2020
  • Helmut Lethens Lebenserinnerungen lesen sich wie die Autobiographie einer Generation ... Das Buch ist das alles, aber vor allem ein echter Bildungsroman.

    Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung, 23. Oktober 2020
  • Was Buch und Autor herausragen lässt, ist nicht das Zusammensetzen der Puzzlesteine eines bewegten Lebens, sondern der immer wieder eingestreute Versuch, auch genau darüber nachzudenken.

    Lukas Wieselberg, orf.at, 17. Oktober 2020
  • Mindestens so faszinierend wie seine Schriften sind Helmut Lethens Lebensstationen.

    Die Welt, 17. Oktober 2020
  • Ich weiß nicht, was mehr zu bewundern ist an diesem Buch: die Prägnanz des Gedächtnisses, die freie Schilderung der Irrungen und Wirrungen eines Intellektuellen seiner Generation, der tiefe Einblick in die geistige Welt der Bundesrepublik. Wahrscheinlich kommt hier alles zusammen. Wie unendlich kostbar Furchtlosigkeit und unabhängiges Urteil sind – auch heute.

    Karl Schlögel, Blurbs, 16. Oktober 2020
  • Helmut Lethen ist der Spurensicherer in den Milieus linker und rechter Kultureliten. So kann er das Leben einer ganzen Generation sozialkritischer Geister als Detektivroman erzählen. Die Unfassbarkeit der Identität des modernen Menschen ist sein Thema, das uns alle angeht, immer mit einem Höchstmaß an Skepsis gegen sich selbst vorgetragen, in einer Sprache fröhlichster Sachlichkeit – ein Leseabenteuer ersten Ranges.

    Durs Grünbein, Blurbs, 16. Oktober 2020
  • Ein subtiler Abenteurer – in der jungen Bundesrepublik Soldat, dann Rebell in West-Berlin, es folgt ein langes Exil in Holland. Lethen hat genug gesehen und erlebt – wer könnte besser erzählen, wie wir wurden, was wir sind.

    Wolfgang Büscher, Blurbs, 16. Oktober 2020
  • Helmut Lethen erzählt die Geschichte eines ereignisreichen Lebens - und gleichzeitig eine Geschichte der BRD ... Man langweilt sich keine Sekunde.

    Günter Kaindlstorfer, BR, 15. Oktober 2020

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