Podiumsdiskussion

FBM: Jürgen Kaube

Das Wort von der „Spaltung der Gesellschaft“ hat derzeit Hochkonjunktur in Politik und Medien. Droht uns eine gesellschaftliche Zerreißprobe? Die Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt Ina Hartwig, der Politik- und Kommunikationsberater Johannes Hillje und der Herausgeber der F.A.Z. Jürgen Kaube gehen der Frage nach, was unsere Gesellschaft (noch) zusammenhält und wie der immer stärkeren Polarisierung zu begegnen ist. Es moderiert die Journalistin und Publizistin Bascha Mika.

  • Frankfurt, Pavillon Frankfurt auf dem Messegelände
  • 20.10.2022
  • 13:30 Uhr
  • Kostenpflichtig

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht in Talkshows und Zeitungen gefragt wird, was unsere Gesellschaft – noch – zusammenhält. Ob Arm gegen Reich, Ost gegen West, Land gegen Stadt, Jung gegen Alt oder der anhaltende Streit über Identitäts-, Glaubens- oder Genderfragen: Die gesellschaftliche Spaltung erscheint als ein Signum unserer Zeit.

Jürgen Kaube und André Kieserling gehen dieser Diagnose auf den Grund: Schrumpft die Mittelschicht wirklich, und wie stellt man überhaupt fest, wer zu ihr gehört? Wenn das islamisch dominierte Viertel in Berlin-Neukölln eine Parallelgesellschaft ist, muss dann nicht auch das Villenviertel im Grunewald so bezeichnet werden? Waren frühere Gesellschaften tatsächlich stärker integriert, oder herrschten dort nur andere Konflikte und Ungerechtigkeiten? Die Gesellschaft, so kann man sagen, besteht wesentlich aus Ungleichheiten; gefährlich aber wird es, wenn Ungleichheit zu immer stärkerer Polarisierung, zu einem permanenten Gegeneinander führt. Was also ist nur mediales Gerede, und wo drohen echte Zerreißproben?

Jürgen Kaube und André Kieserling sorgen in einer unübersichtlichen Lage für Orientierung – und liefern nichts weniger als eine schlüssige Deutung unserer gesellschaftlichen Gegenwart.

Veranstaltungsort

Pavillon Frankfurt auf dem Messegelände
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt

Preise

Eintritt: Kostenpflichtig