Werner Waldmann

Virginia Woolf

Man kann ohne Zweifel von einer Wiederentdeckung Virginia Woolfs seit Ende der sechziger Jahre sprechen. Daß die neue Frauenbewegung einen schmalen Teil des Woolfschen Werkes - im Grunde nur die beiden Bücher «Drei Guineen» und «Ein Zimmer für mich allein» - für sich als Schlüsseltexte reklamiert und vor sich her trägt, zeigt sicherlich die erstaunliche Modernität dieser Schriftstellerin. Virginia Woolf, in der konventionellen Welt des Viktorianismus und der steifen Cambridge-Intellektualität herangewachsen, suchte sich beharrlich einen Weg, als Frau selbständig zu leben, und dies ganz selbstverständlich und ohne grelle Bilderstürmerei.

Themen:   England; Britannien: Viktorianisches Zeitalter (1837 bis 1901); Erste Hälfte 20. Jahrhundert (1900 bis 1950 n. Chr.); Biografien: Literatur

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