André Couteaux

Man muß nur zu leben wissen

Arbeit macht das Leben süß, so will man uns einreden. Wer hätte da nicht seine Zweifel? Wer träumte nicht von Zeit zu Zeit davon, die Arbeit anderen zu überlassen und dennoch reich zu sein und glücklich? Ein scheinbar unlösbares Problem und dabei so einfach zu bewältigen, wie sich zeigt:
In diesem Roman erzählt ein Lebenskünstler von Beruf und aus Berufung zu Nutz und Frommen aller, die gleich ihm den Hang zum süßen Nichtstun spüren, die Geschichte eines wundersamen Aufstiegs zu Reichtum, Ruhm und Glück. «Arbeite nie!» lautet die goldene Lebensregel, die Antoine von seinem weisen Großvater mit auf den Weg gegeben wird, und Antoine beherzigt diesen Rat, der seinen Neigungen entgegenkommt, getreulich. Nur einmal, als ihm das Geld ausgeht, erliegt er der Versuchung, sich seinen Lebensunterhalt wie andere Menschen zu verdienen, und scheitert prompt – er ist zur Arbeit nicht geschaffen. Und so beschließt er reuig, fortan von nichts, das heißt: auf Kosten anderer zu leben. Mit Phantasie und dem ihm angeborenen Charme schafft er sich Zugang zu der Welt der Reichen, und schon bald ist er in vielen eleganten Häusern von Paris ein gerngesehener und begehrter Gast. Jeder mag den wohlerzogenen jungen Mann und amüsanten Plauderer, und niemand nimmt ihm übel, daß er so leicht vergißt, die kleinen und die großen Summen, die er sich bisweilen borgt, zurückzuzahlen. Aber selbst ein Prophet der Faulheit gilt nichts in seinem Vaterlande oder nur wenig, und so geht Antoine in dem Gefühl, daß er zu Höherem berufen ist, auf Reisen, um auch die Reichen anderer Länder mit seiner Freundschaft zu beglücken …
Mit französischem Witz und Esprit erzählt Couteaux diese Lebensgeschichte eines Faulenzers – eine liebenswerte, charmante Eulenspiegelei, die gute Laune macht und ein paar Stunden ungetrübten Lesevergnügens schenkt.

Themen:   Ratgeber, Sachbuch: Psychologie; Achtsamkeit

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