
10 Jahre «Untenrum frei»: 12 Stimmen zu Margarete Stokowskis feministischem Bestseller
Im September 2016 erschien «Untenrum frei» von Margarete Stokowski bei Rowohlt – ein Buch, das die gesellschaftliche Diskurslandschaft bis heute nachhaltig aufwirbelt und das feministische Selbstverständnis einer ganzen Generation prägte. Zum 10-jährigen Jubiläum haben wir 12 inspirierende Autorinnen, Aktivistinnen und Politikerinnen gebeten, ihre ganz persönlichen Gedanken, Erinnerungen und Anekdoten zu «Untenrum frei» mit uns zu teilen. Wenn du mitsprechen willst, lass uns doch deine Stimme bei Instagram da: Wie hat dieses Werk dich und deinen Blick auf die Welt verändert?
Margarete Stokowskis «Untenrum frei» ist 2016 in mein feministisches Selbstverständnis eingeschlagen wie eine Bombe. Das Buch hat mich vor neoliberalem Girlboss-Feminismus beschützt und mich daran erinnert, dass keine von uns frei ist, solange wir nicht alle frei sind. Wie auch die Werke ihrer Vorbilder Simone de Beauvoir und Dirk Rossmann ist «Untenrum frei» vor allem eins: unangenehm.
Giulia Becker

Margaretes Schreiben schlug wie eine Blumensamenbombe in die Diskurslandschaft ein. Sie wurde zu einer selbstbewussten wie selbstironischen, klugen wie fragenden, haltungsstarken wie umsichtigen, wütenden wie liebevollen, und bei aller Ernsthaftigkeit auch zu einer lustigen Stimme, die einzigartig und unersetzlich ist und bleibt. Es gibt die Landschaft vor und nach «Untenrum frei». Und danach ist sie viel, viel, viel größer, bunter, vielstimmiger.
Kübra Gümüsay

Ich habe das Buch «Untenrum frei» mit Anfang 20 gelesen und habe so viele meiner eigenen Erfahrungen, die ich als junge Frau gemacht habe, aber für die ich keine Worte hatte, darin wiedergefunden. Dafür bin ich bis heute dankbar.
Ricarda Lang

Happy Birthday «Untenrum frei»!
10 Jahre alt bist du nun!
Aber weißt du was?
Ich wünschte, du wärst 100 und noch mehr Jahre alt, dann hätten nämlich etliche Generationen vor uns auch schon von dir lernen und mit dir lachen und wüten können!
Sarah Lorenz

«Untenrum frei» hat mich obenrum glücklich gemacht! Für mich ist es ein feministisches Meisterwerk, weswegen ich es immer wieder von Neuem lese. Das erste Mal habe ich es nach einer sehr belastenden Partnerschaft gelesen, aus welcher ich mich freigekämpft habe. Margaretes Buch hat mich nicht nur darin bestärkt, meine Emanzipation aktiv voranzutreiben, sondern auch den Weg dahin selbst in einem Buch zu beschreiben und teilen. Zuletzt habe ich «Untenrum frei» gelesen, als meine Töchter in die Pubertät kamen, und ich mich daran erinnern wollte, wie groß die Wirkmacht der Geschlechterstereotype immer noch ist. Und: Es ist fantastisch gealtert – Happy zehnten Geburtstag!
Jasmina Kuhnke

Ein Jahrzehnt revolutionäre Zeitrechnung für alle Feminist*innen & friends.
Dank und Glückwunsch an Margarete für unendliche Courage und Klugheit.
Eva von Redecker

«Untenrum frei» bringt noch immer auf den Punkt, was ich schon beim ersten Lesen dachte: Feminismus ist kein bisschen radikal, sondern schlicht notwendig. Seitdem Margarete diese Botschaft so breit vermittelt hat, können feministische Debatten wieder viel weiter nach vorn springen.
Teresa Bücker

Ich hab «Untenrum frei» genau zum richtigen Zeitpunkt gelesen, denn für dieses wichtige Buch gibt es keinen falschen. Es ist immer und für alle Menschen augenöffnend.
Mareike Fallwickl

Ich habe «Untenrum frei» noch am selben Tag fertig gelesen, an dem ich es gekauft hatte. Ich war damals Anfang 20 und sehr politisch – nur mich als Feministin zu bezeichnen, traute ich mich noch nicht.
Die Lektüre hinterließ mich mit einer Mischung aus Wut, dass sich etwas ändern muss, aber auch einem Gefühl freudiger Aufregung, etwas verändern zu wollen. Margarete hat mir für diesen Kampf meine ersten Werkzeuge und die richtigen Worte geschenkt. «Untenrum frei» ist und bleibt eines der wichtigsten feministischen Bücher des 21. Jahrhunderts – danke! <3
Leonie Schöler

Als ich «Untenrum frei» zum ersten Mal gelesen habe, wurde mir klar, dass ich dieses Buch schon viel früher gebraucht hätte. Zehn Jahre später bin ich immer noch dankbar, dass Margarete es geschrieben hat.
Asha Hedayati

Campingurlaub 2017, Kleinkind auf dem Schoß, keinerlei Jobperspektive am Horizont und auf jeder einzelnen Seite eine schlaue und witzige Übersetzung meines Störgefühls mit der Welt. «Untenrum frei» hat mich vor allem obenrum frei gemacht!
Rebekka Endler

Ich war 37 Jahre alt, als ich «Untenrum frei» gelesen habe, am Strand, während meine Kinder im Sand gespielt haben. Und ich habe mich beim Lesen so erkannt und verstanden gefühlt, dass es mich gleichzeitig traurig und hoffnungsvoll gemacht hat. Traurig, weil ich genau dieses Buch nochmal zwanzig Jahre früher gebraucht hätte, vielleicht hätte mir das eine ganze Menge Mist und Zweifel erspart. Hoffnungsvoll, weil junge Menschen aller Geschlechter heute dieses Buch haben – wie einen Abwehrzauber gegen die Zurichtungen des Patriarchats. Es gibt kein Buch, für dessen Existenz ich dankbarer bin.
Alena Schröder


