Ausgezeichnet

Bettina Stangneth erhält den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis 2022

Bettina Stangneth erhält den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis 2022

Den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis des Jahres 2022 erhält Bettina Stangneth. 
Aus der Begründung der Jury: „Das Werk Bettina Stangneths ist – von der Dissertation über das radikal Böse bei Kant bis zu ihrer Ermunterung, von der eigenen Sinnlichkeit ebenso rückhaltlos Gebrauch zu machen wie vom Verstand – ein Musterbeispiel nicht- antiquarischen Philosophierens. Mit Nietzsche, gegen den und mit dem sie ihr Konzept radikaler Aufklärung entwirft, teilt sie das ungemein hellhörige Sprachbewusstsein. Zur Wirkung ihres Werks trägt bei, dass es die Lust am Selberdenken mit einem Stil verbindet, der die Nähe zur Alltagssprache nicht scheut und das Ideal dialogisch orientierter Prosa unangestrengt verwirklicht.“ Die Preisverleihung findet am 25. August 2022 in Basel statt.

Der Internationale Friedrich-Nietzsche-Preis wird verliehen für ein essayistisches, wissenschaftliches oder literarisches Einzel- oder Gesamtwerk zu philosophischen Gegenständen und Fragen. Er wird seit 2015 zweijährig alternierend in Naumburg und Basel durch die Friedrich-Nietzsche-Stiftung (Naumburg/S.) und die Elisabeth-Jenny-Stiftung (Riehen/CH) in Zusammenarbeit mit der Stadt Naumburg, der Bürgergemeinde der Stadt Basel und der Nietzsche-Gesellschaft e.V. vergeben.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Wir gratulieren unserer Autorin!

Bettina Stangneth

Bettina Stangneth

Bettina Stangneth, geboren 1966, ist unabhängige Philosophin. Sie studierte in Hamburg Philosophie und promovierte über Immanuel Kant und das Radikal Böse. Für ihr Buch «Eichmann vor Jerusalem» erhielt sie 2011 den NDR-Kultur-Sachbuch-Preis; die New York Times zählte es zu den besten Büchern des Jahres. Bei Rowohlt erschienen zuletzt ihre hochgelobten Essays «Böses Denken» (2015), «Lügen lesen» (2017) und «Hässliches Sehen» (2019), sowie  der Band «Sexkultur» (2021). 

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