Extremisten werden nicht erst dann zur Gefahr für die Demokratie, wenn sie an der Macht sind – sie greifen längst gezielt Institutionen an und versuchen strategisch, sie von Innen heraus zu schwächen und zu zerstören. Dieses Buch zeigt das ganze Ausmaß auf.
Polizisten und Soldaten, die sich in rechten WhatsApp-Gruppen vernetzen; Lehrer, die die «Systemfrage» stellen; Schöffen, die den Rechtsstaat herausfordern; Beamte, die Projekte sabotieren: Was oft wirkt wie Einzelfälle, ist Teil einer langfristigen Strategie. Seit vielen Jahren untersuchen Tom Mannewitz und Tom Thieme, wie vor allem Rechtsextreme (aber auch Islamisten, Reichsbürger und Linksextremisten) planmäßig staatliche Institutionen infiltrieren.
Das Problem ist weitaus größer als allgemein angenommen. Nie zuvor waren Behörden, Bundeswehr, Polizei, Nachrichtendienste, Justiz und Schulen so starken und systematischen Versuchen ausgesetzt, sie zu unterwandern und an entscheidenden Stellen Antidemokraten zu platzieren. Erstmals werden in diesem Buch detailliert die Strategien der Extremisten aufgezeigt, mit deren Hilfe staatliche Institutionen gekapert und ihrer Handlungsfähigkeit beraubt werden sollen. Mannewitz und Thieme plädieren dafür, mit Repression, Prävention und einer Stärkung der staatlichen Resilienz gezielt dagegen vorzugehen und die Möglichkeit einer rechtsextremen Unterwanderung unserer Institutionen endlich ernst zu nehmen.
«Die Autoren sind ausgewiesene Extremismus-Experten und beraten seit Jahren Sicherheitsbehörden. Rechte Staatsfeinde greifen unsere Institutionen bereits jetzt an. Höchste Zeit, genau hinzuschauen.» Christian Fuchs, DIE ZEIT