Es ist nie zu spät, dem eigenen Herzen zu folgen.
Judith fährt spontan von Hamburg nach Schweden, zurück zum Sehnsuchtsort ihrer Kindheit, auf eine Insel bei Stockholm. Ihr Mann hat sie nach fast zwanzig Jahren Ehe verlassen. Sie hofft, in dem kleinen roten Gästehaus zur Ruhe zu kommen und ihr Leben neu zu ordnen. Doch die vertraute Umgebung weckt nicht nur Nostalgie, sondern auch schmerzhafte Erinnerungen an ihre einst beste Freundin, deren Freundschaft in einer verhängnisvollen Nacht des Krebsfestes jäh zerbrach.
Doch auch Evi ist auf die Insel zurückgekehrt. Die mittlerweile bekannte Künstlerin kämpft mit einer Taubheit in ihren Händen, ein Umstand, der ihre Existenz bedroht. Als Judith und Evi sich wiedersehen, brechen alte Wunden auf.
Immer dann, wenn der Regen auf das Wasser prasselt, zieht Marga ihre Bahnen. Die alte Dame schwimmt bei Wind und Wetter, angetrieben von einem schweren Schicksalsschlag, der sie lehrte, dass Aufgeben keine Option ist. Sie erzählt Judith und Evi von ihrem Traum: Sie möchte noch einmal in ihrem Leben die Nordlichter in ihrer vollen Pracht sehen. Margas unerschütterliche Kraft zeigt den Frauen, dass es sich lohnt, für die eigenen Träume und um ihre Freundschaft zu kämpfen – egal, wie stürmisch die Zeiten sind.