Rolf Hochhuth

Julia

oder Der Weg zur Macht 

Ein blutiger Familienkrieg ...
... wie er keiner Generation und nur selten den Familien erspart bleibt, auch heute nicht, die dank ihrer Macht, das heißt: riesiger Vermögen, obenauf sind. Diese tödlichen Konflikte werden meist ausgelöst wegen der Erbfolge: Kinder aus zweiten Ehen alter Männer, deren noch junge Mütter ihren Söhnen oder Töchtern früher die Weltreiche, heute die Konzerne zuschieben, stets auf Kosten der älteren Halbgeschwister. So hier im alten Rom Livia, dritte Frau des Augustus, ihrem Sohn Tiberius - was ihr nur glückte, weil sie die von den Römern abgöttisch geliebte Julia samt den vier Enkeln des Augustus beseitigte: Verbrechen über Verbrechen, aus dem Schlafzimmer verübt.
So gelangte Livia an ihr einziges Ziel: ihren Sohn zum Nachfolger des Kaisers und Alleinerben, des Imperiums zu machen. Sie ging im Wortsinn über Leichen.
«Die zwei Lieblingsthemen, die zwei Obsessionen Hochhuths: die Historie und die Frauen.»
Frankfurter Allgemeine Zeitung: Harald Hartung

Themen:   Rom; 1. Jahrhundert (1 bis 99 n. Chr.); Historischer Roman; Moderne und zeitgenössische Belletristik

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