«Ich liebe das alles so sehr, ich war lange nicht mehr so froh (und traurig!) über ein Buch.» Saša Stanišić
Pubertät, Inflation, Drogen und neue Technologien – für Vanja, ihren Bruder Marko und Kasandra aus der Roma-Siedlung sind die Neunzigerjahre in Belgrad ein «riesiges psychowirtschaftliches Desaster», ein Teufelskreis der Gefahren. Doch regieren in ihrem Viertel nicht nur Bullys und Balkan-Pop, es gibt auch einen gutgekleideten Wissenschaftler mit einer Zeitmaschine, es gibt schrägen Sex, und es gibt Freundschaft.
«Belgrad in den Neunzigern ist seltsam, es wimmelt von verzweifelten Menschen und klugen, unabhängigen Tieren. Der Alltag ist unbarmherzig, aber die Zeit steht still.»
Als sie sich nach einem Zeitsprung in den NATO-Bombardements des Jahres 1999 wiederfinden, begreifen die drei Jugendlichen, dass sie ihre Stadt von dieser Zukunft befreien, Geschichte neu schreiben müssen. Falls es einen Weg heraus gibt aus dieser verschissenen Zeit …
«Und das ist der Punkt, an dem man Barbi Marković nicht genug rühmen kann: Sie schafft den literarischen Zaubertrick, von der Dämmerung unserer Zeit zu berichten, während wir noch geblendet sind.» Aus der Jurybegründung zum Kunstpreis Berlin
Seit Marcel Proust hat kaum jemand so über Herkunft und Erinnerung geschrieben: ein Meisterwerk. Neu gesetzt und erweitert um ein bislang unveröffentlichtes Kapitel, mit einem Nachwort von Saša Stanišić.