01.07.2016   von rowohlt

«Träume, mein Schatz, sind sehr geheimnisvolle Gebilde»

Ausgezeichnet! Roald Dahls wunderbare Vater-Sohn-Abenteuergeschichte «Danny oder Die Fasanenjagd»

© Quentin Blake
© Quentin Blake

Roald Dahl ist einer der berühmtesten und beliebtesten Kinderbuchautoren der Welt. Mit seinen phantastischen, oft schaurigen, aber immer witzigen Büchern hat er die Herzen von Generationen von Kindern und Erwachsenen) erobert. Im September 2016 wird Roald Dahls 100. Geburtstag gefeiert – ein großes Fest überall dort, wo seine Bücher gelesen werden! Am 21. Juli 2016 kommt die Verfilmung des Dahl-Bestsellers «Sophiechen und der Riese» unter dem Titel «BFG. Big Friendly Giant» in die Kinos. Kurzum – 2016 ist ein großes Roald-Dahl-Jahr.  Und – als Sahnehäubchen obendrauf – wird «Danny oder Die Fasanenjagd» (wunderbar illustriert von Sir Quentin Blake) im Rahmen des 16. internationalen literaturfestivals berlin (7.–17. September 2016) als DAS AUSSERGEWÖHNLICHE BUCH 2016» ausgezeichnet.

Die Auszeichnung

«Welches außergewöhnliche Buch sollten Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene unbedingt lesen?» – seit 2012 schicken wir diese Frage vor Festivalbeginn an alle unsere Gäste. Auf Grundlage der Antworten konzipieren wir mit den empfohlenen Büchern in Originalsprache und deutscher Übersetzung die eintrittsfreie Ausstellung «Das außergewöhnliche Buch – Bibliothek für junge Leser*Innen». Die Ausstellung präsentiert die Bücher und auch ein Zitat des Festivalgasts über die literarische Qualität des Buches bzw. darüber, was dieses Buch so besonders macht. Die Ausstellung ist offizieller Teil des Programms des 16. internationalen literaturfestivals berlin.


Die Ausstellung wird vom 7. bis 17.09.2016 im Haus der Berliner Festspiele (Schaperstraße 24, 10719 Berlin) sowie vom 05. bis 23.09.2016 in der Bezirkszentralbibliothek Philipp Schaeffer (Brunnenstraße 181, 10119 Berlin) zu sehen sein. Mehr  als 20.000 Besucher werden die Ausstellung im Laufe des Festivals sehen. Nach Ende des Festivals sind die empfohlenen Bücher dauerhaft in der Philipp Schaeffer-Bibliothek ausleihbar. 

«Danny oder Die Fasanendiebe» – Der Roman

Danny liebt seinen Vater über alles. Seine Mutter starb, als Danny vier Monate alt war. Seitdem sorgt sein Vater allein für ihn; Brüder und Schwestern hat er nicht. Man kann sagen, dass die aus Vater und Sohn bestehende Kleinfamilie bitterarm war: «Wir wohnten in einem alten Zigeunerwohnwagen hinter einer Tankstelle. Die Tankstelle und der Wohnwagen und ein kleines Stück Feld dahinter gehörten meinem Vater, aber das war auch ungefähr alles, was er auf dieser Erde besaß. Es war eine sehr kleine Tankstelle an einer kleinen Straße, und ringsherum lagen Wiesen und Felder und bewaldete Hügel.»


Für Danny ist sein Vater «der beste und aufregendste Vater, den je ein Junge hatte». Immer lächelt er mit den leuchtend blauen  Augen, niemals mit dem Mund. (Weshalb das genau richtig, lernen wir bei Roald Dahl …) Niemand erzählt so großartige Geschichten wie er, etwa die Geschichte vom GFR, vom GROSSEN FREUNDLICHEN RIESEN, der «seine über hundert Sorten Zauberpulver aus den Träumen herstellt, die die Kinder träumen, wenn sie schlafen». Nur der GFR ist in der Lage, Kinderträume – die man ja eigentlich nicht sehen kann – einzufangen. Er kennt den Trick, den einzigen …


Eines Tages erfährt Danny, dass sein Vater beileibe nicht nur ein Automechaniker ist, sondern auch ein Wilddieb! Zunächst ist der Junge entsetzt; aber als er begreift, weshalb sein Vater das tut, wird er selbst zu einem begeisterten Wilderer. Klar ist das illegal, aber reine gute alte Familientradition. Dannys Opa war der beste Wilderer von allen; von ihm stammt auch die Entdeckung, dass Fasanen ganz wild auf Rosinen sind und eine leichte Beute für schlaue Kerle sind. Aber wer wildert, hat natürliche Feinde: die Wildhüter. Um sie nach allen Regeln der Kunst auszutricksen, braucht man Verbündete. Zum Beispiel eine wie Mrs. Clipstone, die Frau des Dorfpfarrers …

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