09.02.2012   von rowohlt

Nils Mohl erhält Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium 2012

Nils Mohl erhält das Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien 2012 für sein Buch «Es war einmal Indianerland ». Aus der Jurybegründung: Von den Hochhäusern am Stadtrand zu den Villen der Besserverdienenden bis zum ausartenden Musikfestival am Meer treiben die Protagonisten in Nils Mohls Roman Es war einmal Indianerland . Und was in einigen wenigen Ferientagen zwischen einem 17-jährigen Jungen, der schönen Jackie und der beharrlichen Edda alles passiert, das zerlegt der Erzähler in ein dichtes Geflecht von Vor- und Rückverweisen, in ein Hin und Her von Episoden, aus denen erst nach und nach ein Mosaik aus coolen Gesten, nervenaufreibenden Liebesgeschichten, dramatischen Familienverhältnissen und soziologisch schwierigen Rahmenbedingungen entsteht – radikal im Erzählgestus, souverän und ironisch. Das Stipendium, das der Deutsche Literaturfonds und der Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ) in diesem Jahr zum dritten Mal , an zwei Autoren vergeben, wird am 15. März 2012 im Rahmen der Leipziger Buchmesse verliehen. Neben Mohl erhält die Giessener Autorin Marlene Röder für ihren Erzählband Melvin, mein Hund und die russischen Gurken (Ravensburger Buchverlag) ein sechsmonatiges Stipendium in Höhe von 12.000 Euro. Eine unabhängige Jury wählte die beiden Stipendiaten anhand der Einreichungen zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2012 aus. Der Jury für die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien gehörten Regina Pantos (Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur), Dr. Susanne Helene Becker (Vorsitzende der Kritikerjury zum Deutschen Jugendliteraturpreis) und Dr. Michael Schmitt (3sat Kulturzeit) an.

Top