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Grüner wird's nicht

Nachhaltiges Investieren lohnt sich – für den Planeten und für dich!

Grüner wird's nicht

Nachhaltig leben, um den Planeten für kommende Generationen zu erhalten, das wollen inzwischen die meisten Menschen. Doch während klimafreundliche Ernährung und Mobilität in aller Munde sind, fehlt ein Thema in der Diskussion: unser Geld.

Dabei ist der bewusste Umgang mit Geld ein entscheidender Hebel, um das Leben auf diesem Planeten zu schützen. Während mehr als die Hälfte der Deutschen ein Interesse an nachhaltigen Anlagen bekundet, liegt deren Anteil am deutschen Fondsmarkt bei lediglich fünf Prozent. Wie kommt das?

Ein wichtiger Faktor für diese Zurückhaltung sind Geldmythen, die vielen Menschen nachhaltiges Investieren erschweren. Diese Mythen halten uns davon ab zu investieren, oder sie erschweren es, dass wir uns dem Thema überhaupt zuwenden. Wenn wir diese Mythen auflösen, wird klar, dass nachhaltiges Investieren gar nicht so schwer ist. Los geht’s!


Mythos 1: Nachhaltige Investitionen sind unrentabel

Dass grüne Investitionen unrentabel seien, ist vermutlich der hartnäckigste Geldmythos. Es gibt keine konsistente wissenschaftliche Evidenz, dass nachhaltige Fonds schlechter abschneiden als der übrige Markt. Klar ist: Wir stehen an der Schwelle eines massiven industriellen Umbaus hin zu einer nachhaltigen Weltwirtschaft. Die Frage, ob sich grüne Anlagen lohnen, ist deshalb die falsche Frage. Vielmehr sollte diese lauten: Welche Firmen haben besonders gute Chancen, von der grünen Transformation unserer Volkswirtschaften zu profitieren, und welche Firmen laufen Gefahr, bei diesem rasanten Umbau auf der Strecke zu bleiben?
 


Mythos 2: Durch nachhaltige Anlagen wird die Welt nicht nachhaltiger

Wenn du in eine nachhaltige Firma investierst, dann heißt das nicht, dass du die Welt nachhaltiger machst. Das liegt daran, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem Einfluss, den eine Firma auf die Welt hat, und dem Einfluss, den du als Investor:in hast. Wenn du eine grüne Firma in deinem Portfolio hältst und diese ein Jahr später genauso grün ist wie davor, dann war dein Einfluss gleich null. Wenn du eine braune Firma hingegen etwas grüner machst, dann hatte dein Investment einen positiven Einfluss auf die Welt. Es gibt zwei wichtige Hebel, wie du die Welt durch ein Investment nachhaltiger machen kannst. Erstens: Du hilfst nachhaltigen Start-ups dabei zu wachsen. Zweitens: Du trägst durch dein Investment dazu bei, große braune Firmen nachhaltiger zu machen, zum Beispiel dadurch, dass du dein Geld einem Klima-affinen Vermögensverwalter anvertraust.
 


Mythos 3: Grünen Labels kann man nicht vertrauen, alles nur Greenwashing

Mittlerweile sind Fonds, die nach Umwelt-, Sozial- und Gouvernante-Kriterien (ESG) investieren, allgegenwärtig. Doch machen diese Fonds wirklich die Welt nachhaltiger? ESG-Daten messen lediglich, inwiefern Firmen gewissen Risiken in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien ausgesetzt sind. Sie messen aber nicht per se den Einfluss der Firma auf die Welt. Im Gegenteil: Sie messen das Risiko, dass etwas geschehen könnte, was den Gewinnen der Firma schadet. Zu vermitteln, ESG-Fonds würden etwas für die Nachhaltigkeit der Welt bewirken, ist irreführend. Labels, die den Investor:innen-Impact eines Fonds messen, sind hingegen sinnvoll.
 


Mythos 4: Ich habe als kleine:r Anleger:in eh keinen Einfluss

Es gibt zwei wichtige Hebel, durch die du die Welt mithilfe deines Geldes auch als Investor:in mit schmalem Budget effektiv nachhaltiger machen kannst: Der erste sind Investitionen in grüne Start-ups oder auch in Projekte über Plattformen wie Companisto oder Kickstarter sowie in kleine Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern. Über den zweiten Hebel versucht man, braune Firmen zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen. Die nachgewiesen beste Möglichkeit, dies durchzusetzen, ist das sogenannte aktive Engagement: Vermögensverwalter wirken auf Firmen ein, zum Beispiel, indem sie bei Abstimmungen auf Hauptversammlungen ihre bzw. deine Stimme für nachhaltige Ziele einsetzen.
 

Save for the Planet

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Grüner wird′s nicht! 

Nachhaltig leben, um den Planeten für kommende Generationen zu erhalten, das wollen inzwischen die meisten Menschen. Doch während klimafreundliche Ernährung und Mobilität in aller Munde sind, fehlt ein Thema in der Diskussion: unser Geld. Dabei ist der bewusste Umgang mit Geld ein entscheidender Hebel, um das Leben auf diesem Planeten zu schützen. Warum es gar nicht so viel davon braucht, um erfolgreich und umweltbewusst zu investieren, wie man nachhaltige Fonds von grüngewaschenen unterscheidet und welche Anlagestrategie für jede:n die richtige ist, das erklären Benedict Probst und Nina Martin praxisnah und unterhaltsam.

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Benedict Probst

Benedict Probst

Dr. Benedict Probst ist studierter Betriebswirt und Umweltökonom an der ETH Zürich und University of Cambridge, Berater und Autor. Seine Artikel erschienen unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und in führenden Fachjournalen wie Nature Sustainability.

Nina Martin

Nina Martin

Nina Martin ist studierte Psychologin und begann ihre Karriere als Innovationsberaterin für Unternehmen, die agil arbeiten wollen. Sie hält Vorträge und bietet Coachings an, ist Autorin und Journalistin. Ihr Buch «Plane nicht – lebe!» ist 2021 im Rowohlt Verlag erschienen.