Quentin Gärtner zeigt in seinem Buch, welche Probleme die junge Generation umtreiben – und warum es die Jungen sind, auf die wir unsere Hoffnung setzen sollten, sie endlich zu lösen. Wirtschaftskrise, Klimawandel, Krieg in Europa – wer jetzt gerade erwachsen wird, hat extrem unter der momentanen Dauerkrise zu leiden. Es geht steil bergab: Mit dieser Gewissheit wachsen junge Erwachsene heute auf. Es müsste sich dringend etwas ändern. Doch stattdessen herrscht Stillstand deluxe. Es wird beschwichtigt, auf fehlendes Geld und wirtschaftliche Prioritäten verwiesen. Jungen Menschen wird vorgeworfen, weltfremd und faul zu sein, wenn sie Probleme ansprechen. Quentin Gärtner stand viele Jahre als Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz in der Öffentlichkeit und weiß genau, was das mit seiner Generation macht: Politikverdrossenheit und Zynismus sind weit verbreitet, die Zahl der an Depressionen erkrankten steigt, viele haben das Gefühl, selbst nichts mehr ausrichten zu können. In diesem sehr persönlichen Buch rechnet Quentin Gärtner ab mit der Verzagtheit und Entscheidungsschwäche des politischen Establishments, mit dem gesellschaftlichen Stillstand und dem vorherrschenden Motiv, dass alles wieder so sein soll, wie es einmal war. Indem er den Finger in die Wunde legt und Probleme offen, fundiert und meinungsstark anspricht, zeigt Quentin Gärtner, was seine Generation beschäftigt – und was sich ganz schnell ändern muss.