Andrea Camilleri

Die Frau aus dem Meer

Maruzza Musumeci ist eine faszinierende Frau, von der eine geheimnisvolle Macht ausgeht. Als Gnazio ein Foto von ihr sieht, ist er berauscht und verzaubert von ihrer sinnlichen Schönheit. Bei der ersten Begegnung erstarrt er zur Salzsäule und bringt kein Wort heraus. Er muss sie einfach haben und kann sein Glück kaum fassen, als sie einwilligt, ihn, den einfachen Gärtner, zu heiraten. Er baut ihr ein Haus auf der Landzunge, die er gekauft hat, obwohl er das Meer eigentlich gar nicht mag, und eine Zisterne, in der Maruzza ungestört baden kann. Dass seine Frischangetraute behauptet, auf dem offenen Meer geboren und eine Sirene zu sein, nimmt Gnazio als liebenswerte Spinnerei hin. Doch mit der Zeit kommt ihm Maruzzas Verhalten immer sonderbarer vor: Mit ihrer fast hundertjährigen Urgroßmutter redet sie in einer fremden Sprache, und in den Nächten steht sie auf dem Balkon und singt mit gespenstischer Stimme. Auch die Geburt ihrer vier Kinder ändert nichts daran, dass es Maruzza Musumeci immer wieder aufs Meer zieht ...

Themen:   Sizilien; 1890 bis 1899 n. Chr.; Moderne und zeitgenössische Belletristik; Märchen, Mythen, Fabeln und Legenden; Belletristik in Übersetzung

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