Thomas Harlan

Rosa

«‹Rosa› rückt den verkümmerten Maßstab dessen, was Kunst zu leisten vermag, zurecht.» (Süddeutsche Zeitung)
Eine Lichtung im Walde bei Chelmno in Polen. Aus der schneeverwehten Ebene wölbt sich das Dach eines Erdhauses, ein Pferd ohne Schwanz ist an den rauchenden, klapprigen Schornstein gebunden, der aus dem Boden ragt. In der Höhle haust Rosa. Sie ist die ehemalige Verlobte von Franz Maderholz, einem der Handlanger der ersten großen Judenvernichtungsaktion im Zweiten Weltkrieg. Die Asche seiner Opfer füllt den Boden der Lichtung, in der nun Rosas Heimstatt ist. Seltsame Pflanzen wuchern über diesen Boden, verwachsene Tiere bewohnen den Wald.
Eine Gruppe von Filmemachern hat von den Gerüchten über die damaligen Ereignisse erfahren. Die Spuren führen ins polnisch-ukrainische Grenzgebiet, in die Karstgebirge vor Triest, eine Lungenheilanstalt in den Alpen und ins Berlin der Nazizeit.
« Harlans Prosa ist auf ähnlichem Niveau wie Claude Simon und W. G. Sebald.» (Hans Magnus Enzensberger)

Themen:   Polen; Bezug zu Juden und jüdischen Gruppen; Moderne und zeitgenössische Belletristik; Kriegsromane: Zweiter Weltkrieg

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