Philipp Mattheis

In Dingenskirchen

Geschichten vom Arsch der Welt 

«Dingenskirchen ist ein Vorort. Der gewöhnliche Vorort entbehrt halbwegs romantischer Plätze wie einer Brücke oder eines Ufers oder eines Bergs, wie es sie in Kleinstädten geben mag. Verliebte Jugendliche, die sich zum ersten Mal unter einer Brücke im Widerschein des Mondes küssen, malerische Halbstarke, die am Ufer eines Flusses über ihre Träume sprechen, gute Freunde, die gemeinsam einen Berg besteigen – all das gibt es im Vorort nicht. Die Realität des Vororts sieht so aus: Reihenhaus, Rasen und weite Wege. Für jede Strecke braucht man eine Ewigkeit, weil alles so weit auseinanderliegt. Der Vorort ist für Autofahrer erfunden worden. Unter alldem hat die immobile Bevölkerungskohorte der 12- bis 18-Jährigen am meisten zu leiden.»
Mit viel Witz erzählt Philipp Mattheis von seiner Jugend in Dingenskirchen, vom aussichtslosen Flirten mit der Dorfschönheit, von Randale an der Bushaltestelle, Saufgelagen hinter der Scheune und von der Sehnsucht nach der großen, weiten Welt – pointiert, sarkastisch und manchmal auch ein bisschen wehmütig.

Themen:   Deutschland; Memoiren, Berichte/Erinnerungen; Humor

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