Volker WieprechtRobert Skuppin

Das Lexikon der Rituale

Von Abschied bis Zigarette danach 

Was wären wir ohne Rituale? Wahnsinnig wären wir wahrscheinlich! Denn ob wir uns die Zähne putzen oder Schiffe taufen, beim Schützenfest den Vogel abschießen oder nach dem Akt eine rauchen: Rituale regeln unser Leben. Rituale lullen uns ein (Gutenachtlieder), lassen uns vor Angst in die Hosen machen (Mutproben) und bringen uns dazu, lustig zu lallen (Absacker); sie hübschen uns auf (Friseurbesuch), können ziemlich lästig sein (Familienfest), machen die Welt bunter (Ostereier färben) und erleichtern unseren Hinterbliebenen das Leben (Begräbnis).
Volker Wieprecht und Robert Skuppin gehen dem Sinn und dem Unsinn unserer Rituale nach. Sie erklären, warum Klassiker wie Geburtstagspartys und «Tatort» gucken unverwüstlich sind, warum Halloween neuerdings in und der Polterabend out ist und weshalb schon die Neandertaler ihre Frauen mit rituellen Grill­abenden nervten. Amüsant und kenntnisreich ermuntern die Autoren dazu, mit herkömmlichen Ritualen zu brechen oder auch sie zu pflegen – und zeigen, wie nebenbei, deren tiefe Sinnhaftigkeit: Wenn der Kapitän sich bei der Jungfernfahrt der «Titanic» nämlich die Zeit für eine ordentliche Schiffstaufe genommen hätte, dann hätte er den Eisberg höchstwahrscheinlich einfach verpasst...

Themen:   Nachschlagewerke

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