Die historische Roman-Dilogie «Die Hamburger Auswandererstadt» von Bestsellerautorin Miriam Georg führt an einen der bewegendsten Schauplätze der deutschen Geschichte: die Hamburger Auswandererhallen an der Schwelle zum 20. Jahrhundert. In den Bänden «Das Tor zur Welt: Träume» und «Das Tor zur Welt: Hoffnung» prallen die Lebenswege zweier grundverschiedener Frauen aufeinander: Die junge Ava schuftet bis zur Erschöpfung auf einem Moorhof im Alten Land und träumt davon, nach Amerika auszuwandern, um ihre verschollene Mutter zu finden. Die wohlhabende Claire Conrad hingegen möchte den engen Konventionen der Oberschicht entfliehen und sehnt sich nach echter Selbstbestimmung.
Im von der Cholera gezeichneten Hamburg begegnen sich Ava und Claire in den dicht gedrängten Auswandererhallen. Trotz ihrer gegensätzlichen Herkunft knüpfen die beiden Frauen ein enges Band, das jedoch durch einen schweren Verrat und verzweifelte Überlebenskämpfe tief erschüttert wird. Miriam Georg beleuchtet eindringlich die sozialen Schattenseiten jener Epoche – von den unbarmherzigen Standesunterschieden bis zu den rücksichtslosen Geschäften, die auf dem Rücken der ausreisewilligen Menschen gemacht wurden.
Da die Schicksale von Ava und Claire eng miteinander verwoben sind und die Handlung nahtlos über beide Bände hinweg verläuft, sollte man die Werke unbedingt in der korrekten Reihenfolge lesen. Nur so entfaltet das dramatische Epos über Freundschaft, Verrat und die Hoffnung auf ein neues Leben seine volle Wirkung.