Erscheinungstermin: 21.07.2020

Leseprobe

Apeirogon

Rami Elhanan und Bassam Aramin sind zwei Männer. Rami braucht fünfzehn Minuten für die Fahrt auf die West Bank. Bassam braucht für dieselbe Strecke anderthalb Stunden. Ramis Nummernschild ist gelb, Bassams grün.
Beide Männer sind Väter von Töchtern. Beide Töchter waren Zeichen erfüllter Liebe, bevor sie starben. Ramis Tochter wurde 1997 im Alter von dreizehn Jahren von einem palästinensischen Selbstmordbomber vor einem Jerusalemer Buchladen getötet. Bassams Tochter starb 2007 zehnjährig mit einer Zuckerkette in der Tasche vor ihrer Schule durch die Kugel eines israelischen Grenzpolizisten.
Ramis und Bassams Leben ist vollkommen symmetrisch. Ramis und Bassams Leben ist vollkommen asymmetrisch. Rami und Bassam sind Freunde.
Apeirogon: eine zweidimensionale geometrische Form mit einer gegen unendlich gehenden Zahl von Seiten.
Während "Apeirogon" nach und nach seine nahezu unendlichen Seiten auffächert und die beiden Männer in seiner Mitte rahmt, entfaltet sich der Palästinakonflikt in seiner ganzen Historie und Komplexität. Dies ist Colum McCanns überwältigendes Meisterwerk - ein Roman, der das Unbeschreibliche sinnlich und sinnhaft erfahrbar, greifbar macht. Ein kaleidoskopischer Text stellt die zeitlose Frage: Wie leben wir weiter, wenn das Liebste verloren ist? Und: Wie kann der Mensch Frieden finden? Mit sich selbst, mit anderen.

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  • Verlag: Rowohlt Buchverlag
  • Erscheinungstermin: 21.07.2020
  • Lieferstatus: Verfügbar
  • 608 Seiten
  • ISBN: 978-3-498-04533-3
Book Cover
Apeirogon

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  • "Das beste Buch des Jahres." Elke Heidenreich in der Süddeutschen Zeitung

    Elke Heidenreich, Süddeutsche Zeitung, 29. Dezember 2020
  • Dieser großartige Roman lebt von Schlagzeilen, Wikipedia-Einträgen, Augenzeugenberichten, absurden, kaum glaubhaften Alltagsdetails, dem Wissen aus Geschichtsbüchern und aus Archiven. Vor allem aber lebt er von dem Willen, Schmerz in Trost, Verzweiflung in Hoffnung und Hass in Freundschaft zu verwandeln.

    Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. November 2020
  • Ich glaube, dass wir politisch, menschlich und literarisch nur ganz selten ein solches Buch zu lesen bekommen wie Colum McCanns "Apeirogon", ein Buch, das einen einfach umhaut.

    Elke Heidenreich, Spiegel Online, 16. November 2020
  • "Apeirogon" ist ein politischer Roman, aber auch ein großes Stück Literatur. Dabei gibt McCann den Opfern, die sonst meist namenlos bleiben, ein Gesicht - auch ganz direkt, indem er Fotografien zeigt – und gibt ihnen ihre Geschichte und ihre Würde zurück.

    Peter Zander, Hamburger Abendblatt, 18. Januar 2021
  • Ein bewegendes Memoir.

    Christine Ellinghaus, Emotion, 30. September 2020
  • Apeirogon“ ist ein politischer Roman. Aber so wunderbar passend ist die Form, ist auch die Sprache, die Colum McCann für seine Materie gefunden hat, dass es außerdem ein großer Roman ist.

    Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau, 21. Juli 2020
  • "Apeirogon" ist ein außergewöhnliches Buch, und ja, ein Meisterwerk.

    Katja Weise, NDR Kultur "Neue Bücher", 20. Juli 2020
  • Ergreifender Tatsachenroman und kluger Essay, Page-Turner und Ideenpool. Mit "Apeirogon" schafft Colum McCann auf 600 Seiten eine Welt, in der man sich verlieren und neue Einsichten gewinnen kann. Heißt: Dringende Leseempfehlung!

    ORF 1 "Morgenjournal", 20. Juli 2020

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