Nathalie Sarraute

Nathalie Sarraute wurde 1900 im russischen Ivanovo geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie nach der Trennung der Eltern abwechselnd in Russland und Frankreich, bis sie 1908 endgültig in Paris blieb. Sie studierte Literatur- und Rechtswissenschaft in Frankreich, Oxford und Berlin. 1925 heiratete sie den Anwalt Raymond Sarraute und arbeitete von 1925 bis 1932 als Strafverteidigerin in Paris. 1932 entschied sie sich für die Existenz als Schriftstellerin.

1938 erschien mit Tropismen ihr erstes Buch, bestehend aus 24 kurzen Momentaufnahmen aus dem Leben bürgerlicher Familien in Paris, das den "nouveau roman" vorwegnahm. Ihr zweites Buch, Porträt eines Unbekannten, wurde 1948 veröffentlicht, 1953 gefolgt von Marterau. Erst 1956 aber gelang ihr mit Zeitalter des Argwohns, einer Art literaturtheoretischem Manifest des "nouveau roman", der Durchbruch. Zu ihren weiteren Werken gehören neben ihren Theaterstücken und Hörspielen u.a. die Prosatexte Die goldenen Früchte (1963), Zwischen Leben und Tod (1968), Hören Sie das? (1972), die Dummköpfe sagen (1976), Der Wortgebrauch (1980), die Autobiographie Kindheit (1983), Hier (1995) und Öffnen (1998). Nathalie Sarraute starb am 19. Oktober 1999 in Paris.

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