Constantin Floros

Constantin Floros, emeritierter Professor für Musikwissenschaft an der Universität Hamburg, entzifferte die ältesten byzantinischen und slawischen Notationen und entwickelte eine Methode musiksemantischer Analyse, die er an zahlreichen Werken exemplifizierte. Die Schwerpunkte seiner Forschungen lagen in der Musik des Mittelalters und der des 18., 19. und 20. Jahrhunderts. Er publizierte mehr als zwanzig Bücher, darunter Monographien über Johannes Brahms, Anton Bruckner, Gustav Mahler (vier Bände), Alban Berg (zwei Bände) und György Ligeti. Zu seinen bedeutendsten Veröffentlichungen gehören die dreibändige «Universale Neumenkunde» (Kassel 1970), ein dreibändiges Standardwerk über Gustav Mahler (Wiesbaden 1977–1985) sowie unter anderem die Bücher «Musik als Botschaft» (Wiesbaden 1989) und «Der Mensch, die Liebe und die Musik» (Zürich / Hamburg 2000). Er war Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Erfurt, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Präsident der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg, Ehrenmitglied mehrerer Institutionen und mehrfacher Ehrendoktor. Er starb am 4. September im Alter von 96 Jahren in Hamburg.

    Buchcover von Peter Tschaikowsky von Constantin Floros
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