Wolfgang Herrndorf

Tschick

"Ein klappriges Auto kam die Straße runtergefahren. Es fuhr langsam auf unser Haus zu und bog in die Garagenauffahrt ein. Eine Minute stand der hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen sprengte. ‹Ah›, sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. ‹Macht das Spaß?›"
Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn.
"Man lacht viel, wenn man 'Tschick' liest, aber ebenso oft ist man gerührt, gelegentlich zu Tränen. 'Tschick' ist ein Buch, das einen Erwachsenen rundum glücklich macht und das man den Altersgenossen seiner Helden jederzeit schenken kann." (Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung).
"Eine Geschichte, die man gar nicht oft genug erzählen kann, lesen will." (Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung).
"'Tschick' ist ein schöner, trauriger Abenteuerroman aus dem rätselhaften deutschen Osten, der nur einen Nachteil hat: Dass er viel zu schnell zu Ende geht." (Jörg Magenau, Deutschlandradio).
"Auch in fünfzig Jahren wird dies noch ein Roman sein, den wir lesen wollen. Aber besser, man fängt gleich damit an." (Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung).
"Man sieht die Welt mit anderen Augen nach diesem Buch." (Rolling Stone).

Themen:   Moderne und zeitgenössische Belletristik; Belletristik: Themen, Stoffe, Motive: Raumwahrnehmung; Kinder/Jugendliche: Gegenwartsliteratur; Berlin; Brandenburg; empfohlenes Alter: ab 14 Jahre; geeignet für sich entwickelnde erwachsene Leser

Der Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster 2012 geht an den in Berlin lebenden Zeichner und Schriftsteller Wolfgang Herrndorf. Aus der Begründung der Jury: «Wolfgang Herrndorfs Roman ‹Tschick› ist ein rasantes Road-Movie, kurzweilig geschrieben, witzig und traurig zugleich. Der Autor schafft jede Menge Situationskomik und skurrile Figuren, aus ...

Wir freuen uns sehr, dass Wolfgang Herrndorf für seinen Roman «Tschick» mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 ausgezeichnet wurde. Der Preis wurde am Freitagabend im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen. Aus der Begründung der Jury : "Tschick ist ein Abenteuer- und auch ein Bildungsroman, mit dem Herrndorf die Modernisierung seiner ...

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