Der Tod geht um in Tomelilla
«Plötzlich fiel sein Blick auf einen rostigen Ford Sierra, der am Straßenrand stand. Genau so einer, wie ihn Mike selbst einmal besessen hatte, ein dunkelblauer Achtundachtziger mit Spoiler und extrabreiten Reifen. Mike wurde ganz warm ums Herz. Es war, als hätte er einen guten alten Freund wiedergetroffen. Das konnte unmöglich ein Zufall sein. Er spähte erst die leere Straße entlang und danach in Richtung Himmel in der Hoffnung auf ein Zeichen. Als jedoch keins kam, ließ er sich von einem inneren Impuls leiten.
In weniger als drei Minuten hatte Mike den Schraubenzieher, den er immer bei sich trug, in die Türöffnung geschoben und die Tür geöffnet, das Zündschloss geknackt und ein paar Kabel zusammengezwirbelt. Mit einem wohlbekannten Schnurren startete der Wagen. Mike drückte das Gaspedal durch und genoss das Gefühl, als die Reifen auf dem Asphalt griffen.
Als er losfuhr, grinste er über das ganze Gesicht. Es war ein schönes Gefühl zu wissen, dass er gerade seinen letzten Wagen geklaut hatte.»
ÜBER DEN AUTOR
Olle Lönnaeus, geboren 1957, wohnt in Lund und arbeitet seit über zwanzig Jahren beim «Sydsvenska Dagbladet». Der Journalist hat für seine investigativen Reportagen bereits mehrere Preise erhalten. Für seinen Debütroman «Das fremde Kind» wurde...
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