Bernward Vesper

Die Reise

Romanessay (Ausgabe letzter Hand) 

"Die Auseinandersetzung mit den Ursachen des Terrorismus hat noch lange nicht begonnen, es wird nicht weiterführen und weiterhelfen, es beim bloßen Abscheu bewenden zu lassen. Die Lektüre der "Reise" wäre ein Anfang... Vesper hat die meisten von der Szene gekannt, nennt sie, referiert über sie... Es gibt in der "Reise" Partien, die auch literarischen Rang haben, über das Autobiograph-Authentische hinaus Beobachtungen, Analysen, Schilderungen, kaum erkennbar schon ins Desperate gekippte Darstellungen dieser heilen Welt, dieses Backen, Kochen, Ernten, Essen, diese Feste und Feuer ...
Es gibt in Vespers "Reise" nicht nur das Ausgeflippte, es gibt auch Augenblicke, wo er seinen Sohn als die 'kleine Sonne' bezeichnet ... Das Private an Vespers Reise ist nur scheinbar privat, und noch seine Egomanie ist nicht nur auf ihn selbst bezogen, es hat ihm etwas gefehlt, dass ihm keiner gegeben hat oder geben konnte, aber wer hat da verweigert, bevor Vesper selber in die totale Verweigerung verfiel? Nein, 'wohltuend' ist diese Lektüre nicht, notwendig ist sie, wichtig" (Heinrich Böll).

Themen:   Autobiografien: historisch, politisch, militärisch; Memoiren, Berichte/Erinnerungen; Literarische Essays; Tatsachenberichte, allgemein; Terrorismus, bewaffneter Kampf; Deutschland; Deutschland: 68er-Bewegung

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