Sergej Lochthofen

Grau

Eine Lebensgeschichte aus einem untergegangenen Land 

«Nichts war, nichts ist selbstverständlich. Dass ich im Gulag auf die Welt kam und doch eine behütete Kindheit hatte, dass ich von dort nach Deutschland kam und nicht irgendwohin in die Steppe, dass es der Osten war und nicht der Westen, Gotha und nicht Berlin, dass ich in eine russische und nicht die deutsche Schule ging, einen sowjetischen Pass und nicht einen Ausweis der DDR besaß. Nichts davon ist selbstverständlich. Vermutlich auch nicht, dass ich keine Heimat habe.»
Der Norden Russlands: Drei Jungen kämpfen in einem schadhaften Boot mitten im eisigen Fluss um ihr Leben. Es ist die Workuta, die einer ganzen Schreckensregion den Namen gibt. Jahrzehnte später steht einer von ihnen auf den Domstufen in Erfurt und verkündet vor Zehntausenden Demonstranten, dass seine Zeitungsredaktion sich gerade von der allmächtigen Partei unabhängig gemacht hat. Es ist die Geburtsstunde der ersten Reformzeitung in der DDR. Nun blickt Sergej Lochthofen zurück auf ein Leben als Deutscher unter Russen und als Russe unter Deutschen: erlebte Geschichte, spannend erzählt.

Themen:   Thüringen; Ostdeutschland, DDR; Deutschland: Kalter Krieg (1945 bis 1990 n. Chr.); Autobiografien: allgemein

Coverbild 6 Fragen an … Sergej Lochthofen
Coverbild 6 Fragen an … Sergej Lochthofen

Sergej Lochthofen gehört zur dritten Generation einer deutsch-russischen Familie, die den Stalinismus erlebt und erlitten hat. – von der Oktoberrevolution über den Gulag bis zum Mauerfall. «Schwarzes Eis» hat Lochthofen den «Lebensroman seines Vaters» genannt; in «Grau» erzählt er seine Familiengeschichte weiter. Sergej Lochthofen kam als Kind von ...

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