Samuel Beckett

Murphy

Bereits in seinem frühen Roman «Murphy» schreibt Samuel Beckett über das Thema, das ihn zeit seines Lebens beschäftigen sollte – die Absurdität des menschlichen Strebens. Ein junger Ire verbringt nackt, gefesselt und bewegungslos Stunden in einem Schaukelstuhl, um den Zwängen allen irdischen Seins in mystischer Versenkung zu entgehen. Die Liebe zu einer Prostituierten scheitert an seiner Weigerung, sich dem Diktat der alltäglichen Notwendigkeiten zu unterwerfen. Er verdingt sich als Hilfspfleger in einer Irrenanstalt, wo er sich mit den Insassen verbrüdert. «Murphy» bricht radikal mit den Gesetzmäßigkeiten und Sinnstiftungen des traditionellen Romans.
Das Buch ist, wie es an einer Stelle heißt, «sorgfältig darauf zugeschnitten, den gebildeten Leser zu verderben».

Themen:   Irland; London, Greater London; Moderne und zeitgenössische Belletristik; Belletristik: Humor; Belletristik in Übersetzung

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