Matthias Nawrat

Die vielen Tode unseres Opas Jurek

«Weckt mich, wenn das Hauptgericht serviert wird! Es sei denn, es gibt Leber.»
Viele Tode musste Opa Jurek in seinem Leben sterben: im besetzten Warschau, wo er in der Sperrstunde zwei deutschen Soldaten in die Arme läuft. In der «weltberühmten» Ortschaft Oświęcim, in der er den Todeshunger kennenlernt. In Opole, wo er vor den leeren Regalen seines Lebensmittelgeschäfts, noch immer sterbenshungrig, von Delikatessen träumt. Und auch, als er, der Erfinder der «umgekehrten Humoristik», schon längst mit Oma Zofia verheiratet ist und ihre Tochter sich in einen jungen Delinquenten verliebt, der sie nach Kanada entführen will.
Von der noch ungetrübten Vorkriegszeit bis in die Aufbruchsjahre nach dem Aufgehen des Eisernen Vorhangs reicht diese bewegte Geschichte einer polnischen Familie. Ein virtuos erzählter Roman über ein Leben im Wandel der Zeiten, das Überleben unter wechselnden Regimen.

Themen:   Moderne und zeitgenössische Belletristik; Familienleben; Belletristik: Themen, Stoffe, Motive: Politik; Polen; 1930 bis 1939 n. Chr.; Deutschland: Kalter Krieg (1945 bis 1990 n. Chr.)

Coverbild Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2016 für Matthias Nawrat
Coverbild Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2016 für Matthias Nawrat

Den mit 6.000 Euro dotierten Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2016 erhält Matthias Nawrat für sein im Rowohlt Verlag erschienenes Buch «Die vielen Tode unseres Opas Jurek». Der Förderpreis wird seit 1977 verliehen. Wir gratulieren unserem Autor sehr herzlich.

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