Katharina Adler

Ida

Als Sigmund Freuds ‹Fall Dora› wurde sie weltberühmt: Ida Bauer, das jüdische Mädchen mit der 'petite hystérie' und einer äußerst verschlungenen Familiengeschichte. Ida, die kaum achtzehn war, als sie es wagte, ihre Kur bei Freud vorzeitig zu beenden, und ihn, wie er es fasste, um die Befriedigung brachte, «sie weit gründlicher von ihrem Leiden zu befreien.»
Von ihr, von Ida Adler-Bauer, handelt dieser mitreißende Roman. Mit großem gestalterischem Weitblick und scharfem Auge für jedes Detail erzählt Katharina Adler, Idas Urenkelin, die Geschichte einer Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung. Eine Geschichte, in die sich ein halbes Jahrhundert mit seinen Verwerfungen eingeschrieben hat. «Ida» ist ein Plädoyer für die Wahrheit der Empfindung und die Vielfalt ihrer Versionen. Der Roman eines weitreichenden Lebens, das – mit Freuds Praxistür im Rücken – erst seinen Anfang nahm.

Themen:   Wien; 20. Jahrhundert (1900 bis 1999 n. Chr.); Bezug zu Juden und jüdischen Gruppen; Moderne und zeitgenössische Belletristik; Memoiren, Berichte/Erinnerungen; Biografischer Roman; Familienleben; Generationenromane, Familiensagas

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