Imre Kertész

Roman eines Schicksallosen

Imre Kertész ist etwas Skandalöses gelungen: die Entmystifizierung von Auschwitz. Es gibt kein literarisches Werk, das in dieser Konsequenz, ohne zu deuten, ohne zu werten, der Perspektive eines staunenden Kindes treu geblieben ist. Wohl nie zuvor hat ein Autor seine Figur Schritt für Schritt bis an jene Grenze hinab begleitet, wo das nackte Leben zur hemmungslosen, glücksüchtigen, obszönen Angelegenheit wird.

Themen:   Ungarn; Deutschland: Nationalsozialismus (1933–1945); 1940 bis 1949 n. Chr.; Moderne und zeitgenössische Belletristik; Biografischer Roman; Kriegsromane: Zweiter Weltkrieg; Belletristik in Übersetzung

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