10.11.2011   von rowohlt

Nils Mohl gewinnt den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2011

Für sein Jugendbuch "Es war einmal Indianerland" hat der rotfuchs-Autor Nils Mohl am 9.11.2011 den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg erhalten. Von 528 Einsendungen wählte die Jury zunächst vier Nominierte aus. Letztendlich entschied sich die Jury für Nils Mohl als Preisträger. "Unsere Entscheidung fiel einstimmig aus, ohne hin- und herwogende Diskussionen. Stattdessen wogten die Argumente für das Preisträgerbuch hin und her, da jeder Juror seine ganz persönlichen Argumente hatte", begründete Juror Ralf Schweikart die Entscheidung der Jury. "Es sind ungemein fassbare, lebendige, ganz eigenständige und eigensinnige Figuren, die der Autor beschreibt und dem Leser nahe bringt. Es ist seine Art, die Handlung nicht chronologisch, sondern in Vor- und Rückblenden ineinander zu verschachteln. Es ist der souveräne Umgang mit den unterschiedlichsten Stilformen, die sich collagenhaft durch den Roman ziehen. Das zusammen entspricht dem Anspruch an ein herausragendes literarisches Werk." Nils Mohl erzählt in "Es war einmal Indianerland" rasant und unkonventionell vom Abenteuer, 17 zu sein. Ein Roman so hart wie die Filme von Larry Clark und so zart wie die Songs von Radiohead. Eine anspruchsvoll geschnittene Geschichte über den Wunsch nach Liebe, Freundschaft, Glück und Erlösung. „Ich brauche ein Auto, ich brauche Geld, ich brauche Schlaf. Was ich habe sind eine Mütze, noch 5 Tage Sommerferien, die Bohrmaschine von Edda.“ Zuhause ist Grünhorn in den Hochhäusern am Stadtrand. Und seit Neuestem verliebt in die rothaarige Jackie aus dem Viertel der Reichen. Dann fliegt die Welt aus den Angeln: Zollner erwürgt seine Frau im Streit. Die 21-jahrige Edda stellt Grünhorn nach. Mauser steigt mit Kondor in den Ring. Ein Indianer taucht auf. Und zum Showdown beim Festival an der Grenze zieht ein geradezu biblisches Unwetter auf – fühlt es sich so an, erwachsen zu werden? Nils Mohl gehört dem Forum «Hamburger Autoren» an und unterrichtet Schreibtechnik an der Universität. Er ist Preisträger des Literaturwettbewerbs des MDR sowie Gewinner des Literaturförderpreises Hamburg.

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