19.03.2016   von rowohlt

Messeimpressionen Leipzig – Tag 3

Willkommen auf der Leipziger Buchmesse 2016, willkommen bei Rowohlt!

© iStockphoto.com
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Leipzig, the place to be! Bis Sonntag hat die Buchmesse ihre Pforten geöffnet. Vieles spricht dafür, dass es einen neuen Besucherrekord gibt. Wir berichten täglich von der Leipziger Buchmesse: Messeimpressionen in Wort und Bild. Heute u.a. mit dabei: zwei Füchse und ihr Publikum, eine doppelte Paarpräsentation am Messestand der taz, entspannend feiernde Blogger*innen und einem kurzen Hinweis auf ein Buch, das im brandenburgischen Bad Belzig entstanden ist und nach den USA bald auch hier für Furore sorgen wird.

Red Light Area: Stelldichein bei der taz

LMaria Rossbauer und Johannes Gernert in der farblich extrem gelungenen Interviewlandschaft bei der taz. Gernert war fünf Jahre taz-Redakteur, bevor er 2015 zur ZEIT wechselte. Der Werdegang von Maria Rossbauer liest sich ausgesprochen spannend: Ausbildung zur Hotelfachfrau, Studium der Neurobiologie, Arbeit als dpa-Redakteurin und freie Wissenschaftsjournalistin. Vor kurzem haben die beiden gemeinsam einen Roman veröffentlicht: «Wo die Liebe hinfährt». Hingefahren ist die Liebe in die USA, wo der wortkarge Franke Anton und die quicklebendige Bayerin Marie testen, ob die Liebe wirklich ein Roadtrip ist bzw. ob sie mit einem solchen beginnen kann. Übrigens sind die beiden ein Paar und seit 2012 ordnungsgemäß verheiratet. Wo die Liebe so hinfällt!



Fuchs 1: Nis-Momme Stockmann in den Cammerspielen

Auch wenn er hauchdünn am Leipziger Buchpreis 2016 vorbeigeschrammt ist: der Dramatiker und Autor des fulminanten Epos «Der Fuchs» ist einer der – weder heimlichen noch unheimlichen, allenfalls unheimlich präsenten – Stars dieser Buchmesse. Fernsehinterviews, Lesungen, Inszenierungen – die Buchmesse: ein Fulltimejob! Dieses Ambiente in den Cammerspielen ist der Hammer – und lässt den in Wyk auf Föhr geborenen und jetzt in Berlin lebenden Autor hoffentlich die Strapazen des Messetags ein wenig vergessen.




Fuchs 2: «Mädchenmeute»

Nicht erst seit der Nominierung ihres Romans «Mädchenmeute» ist Kirsten Fuchs ist ein Publikumsmagnet – auch in Leipzig, wie man sieht. Wenn sie mal nicht schreibt oder sich um die mediale Präsenz ihrer so tempo- wie geistreichen Textkunstwerke kümmert, ist sie zur Zeit viel mit ihrer 6-jährigen Tochter unterwegs. Fuchs-Mama und Fuchs-Kind reisen in mal längeren, mal kürzeren Etappen um die Welt. Wer wissen will, was diese Mini-Mädchenmeute an Abenteuern alles so erlebt, sollte sich unbedingt Kirsten Fuchs’ Blog www.welt-und-kind.de anschauen.




Gut gebloggt ist halb gewonnen!

Was Sie hier sehen, lässt sich kurz so beschreiben: Digitales wird analog – hier treffen sich Blogger*innen, die mit Lust und Liebe Bücher lesen, sich für Bücher begeistern und das in ihren Blogs an andere Bücherliebhaber weitergeben. Es ist ein Meet and Greet, auf das wir uns besonders gefreut haben: Endlich mal einige der vielen Literaturblogger*innen kennenzulernen, die sich mit so viel Klugheit und Leidenschaft mit Büchern befassen, auch mit vielen Texten, die bei Rowohlt erscheinen. Hier am Stand bei Sekt und Häppchen gesellen sich zu Texten die Gesichter derer, die sie geschrieben haben. So muss es sein!



Gleis 11 am Leipziger Hauptbahnhof

Leipzig und Literatur, das passt einfach. Wer müde und zufrieden die Buchmesse hinter sich lässt und am Bahnhof auf seinen Zug nach Irgendwo wartet, ist damit den schönen, romantischen, fordernden Büchern keineswegs schon entronnen. Und erst recht nicht den spannenden, wie etwa M.J. Arlidges brutal-spannendem Thriller «D.I. Grace: Schwarzes Herz». Kleiner Tipp: Sollten Sie nach der Buchmesse partout keine Lust haben, jetzt auch noch die Messebeilagen der einschlägigen Feuilletons durchzuackern, dann lassen Sie sich in der Bahnhofsbuchhandlung schnell noch diesen D.I.-Grace-Fall einpacken. Ihre Reise nach Irgendwo wird wie im Fluge vergehen: versprochen!



Nach dem Buch ist vor dem Buch

Weil unsere Social-Media-Kollegin Hannah Mordhorst M.J. Arlidges «Schwarzes Herz» bereits kannte, hat sie sich für die Rückfahrt einen Roman vorgenommen, auf den sie sich seit Tagen gefreut hat: «Der Mauerläufer» von Nell Zink. Worum es hier geht? Um Ehe, Liebe, Treue und Trennung; um Europa, Vögel, Umweltschutz und Widerstand. Von Nell Zink, einer seit langem im brandenburgischen Städtchen Bad Belzig lebenden Amerikanerin, werden wir (und Sie) noch viel hören und bestimmt einiges lesen. Und das nicht nur, weil an ihr das Etikett klebt, vom bekennenden Vogelfreund Jonathan Franzen «entdeckt» worden zu sein – was durchaus stimmt, aber nicht der Grund ist, den «Mauerläufer» zu lesen. Für die New York Times ist Zinks Roman schlicht «das Debüt des Jahres».




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