17.01.2011   von rowohlt

Bernhard Jaumann mit dem Deutschen Krimi Preis 2011 ausgezeichnet

Für seinen Roman «Die Stunde des Schakals» erhält Bernhard Jaumann den Deutschen Krimi Preis 2011. Der Preis würdigt seit 1985 Autorinnen und Autoren, die literarisch gekonnt und inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben. Unter der organisatorischen Obhut des Bochumer Krimi Archivs hat die Jury, der führende Krimi-Kritiker und Krimi-Buchhandlungen angehören, die Neuerscheinungen des Jahres 2010 kritisch und unabhängig geprüft. Jaumanns Politthriller «Die Stunde des Schakals» spielt in Namibia: Die Regenzeit will nicht kommen, das Land ächzt unter Hitze und Dürre. Im Windhoeker Nobelviertel Ludwigsdorf tollen die Kinder auch abends noch im Pool. Ein Mann, der seine Orangenbäume wässert, wird über den Elektrozaun hinweg mit einer AK-47 erschossen. 19 Jahre nach der Ermordung des SWAPO-Anwalts Anton Lubowski beginnt so eine Attentatsserie, der nach und nach die damaligen Täter vom südafrikanischen Geheimdienst zum Opfer fallen. Für die junge Windhoeker Kriminalpolizistin Clemencia Garises werden die erbitterten Kämpfe der Endapartheidszeit lebendig, die sie bisher nur aus den Erzählungen ihres weit verzweigten Familienclans kannte. Ihr Job ist es, einen Mörder zu finden und die rassistischen Täter von damals zu schützen. Ihr Gegenspieler ist ein Killer, der so schnell verschwindet, wie er aufgetaucht ist. Er tötet in einem namibischen Villenviertel und findet Zugang zu einem südafrikanischen Gefängnis, er schmuggelt seine AK-47 über die Grenze, er wartet unter einem Kameldornbaum in der Kalahari-Wüste geduldig auf die Gelegenheit für den nächsten Hit. Er ist todkrank, er ist allein, er mordet wieder. Clemencia ahnt schnell, dass ein selbsternannter Racheengel eine alte Schuld begleichen will. Doch wer ist der Täter? Und warum schlägt er erst nach fast zwei Jahrzehnten zu? Bernhard Jaumann, geboren 1957 in Augsburg, war zehn Jahre Lehrer für Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und Italienisch in Bad Aibling, unterbrochen von einjährigen Auslandsaufenthalten in Italien, Australien und Mexico-Stadt. Ab 1997 schreib er eine Krimiserie, deren einzelne Bände jeweils einen der fünf Sinne zum Thema hatten. Die Trilogie seiner Montesecco-Krimis wurde von der Presse hochgelobt und ebenfalls mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Zur Zeit lebt er in Windhoek/Namibia oder in seinem Haus in Montesecco in den italienischen Marken.

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