08.06.2017   von rowohlt

Horst Eckert erhält Herzogenrather Handschelle

Für seinen Roman «Wolfsspinne» wird Horst Eckert am 24. November der Krimipreis der Stadtbücherei Herzogenrath, die Herzogenrather Handschelle, verliehen.

Der mit 1000 Euro dotierte Preis des Vereins Pro Stadtbücherei e. V., gefördert durch die Steuerberatungsgesellschaft Rittel, Stange & Krüger, würdigt in diesem Jahr bereits zum 12. Mal den nach Meinung der Jury besten deutschsprachigen Kriminalroman. Auswahlkriterien der achtköpfigen Jury, bestehend aus Mitgliedern des Vereins, einem Vertreter aus dem Buchhandel und Leserinnen der Bücherei, sind dabei eine gute, spannende Story, hohe erzählerische Qualität und die atmosphärisch dichte Schilderung eines Milieus. Die bisherigen Preisträger sind: Susanne Goga, Jac.Toes, Norbert Horst, Wolfgang Schorlau, Ralf Kramp, Gisa Klönne, Inge Löhnig, Mechtild Borrmann, Elisabeth Herrmann, Sascha Berst-Frediani sowie im letzten Jahr Andreas Gruber.
«Horst Eckert gelingt es in seinem Roman ‹Wolfsspinne› auf packende und glaubwürdige Weise eine andere als die offizielle Version des NSU-Themas zu erzählen. Es ist eine große Freude», so Ralph Klemp, Vorsitzender des Fördervereins Pro Stadtbücherei e. V., «einen derart hervorragenden, spannenden Roman zu diesem doch heiklen Thema durch die Herzogenrather Handschelle auszeichnen zu können.»
«Wolfsspinne» führt den Leser zurück ins Jahr 2011 nach Eisenach: Zwei Männer liegen tot in ihrem Wohnmobil. Sie waren Teil eines rechtsextremistischen Terror-Trios, das Deutschland jahrelang unerkannt in Angst und Schrecken versetzt hat. Aber was passierte wirklich? Ein Mann hat den «Nationalistischen Untergrund» für den Verfassungsschutz beobachtet. Er kennt die Wahrheit. Doch er muss schweigen. Jahre später ermittelt der Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Che Veih im Mordfall der Promiwirtin Melli Franck. Die Spur führt ins Drogenmilieu. Aber dann stößt Veih auf eine Fährte, die in die Vergangenheit weist: zur «Aktion Wolfsspinne», die eng mit dem NSU verknüpft ist.
Horst Eckert wurde 1959 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit 30 Jahren in Düsseldorf. Er studierte Politische Wissenschaft in Erlangen und Berlin und arbeitete fünfzehn Jahre als Fernsehjournalist, bevor er sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. 1995 erschien sein Debüt «Annas Erbe». Seine Romane gelten als «im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit» (Deutschlandfunk). Sie sind in mehrere Sprachen übersetzt sowie preisgekrönt (u. a. Friedrich-Glauser-Preis für «Die Zwillingsfalle», Krimi-Blitz für «Schwarzer Schwan»). Im Wunderlich Verlag erschienen neben «Wolfsspinne» bisher Horst Eckerts Romane «Schwarzlicht» und «Schattenboxer», in deren Zentrum ebenfalls der Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Che Veih steht.
Die Verleihung der Herzogenrather Handschelle findet am 24. November um 19:30 Uhr in der Stadtbücherei Herzogenrath statt. Horst Eckert wird an diesem Abend aus seinem prämierten Roman «Wolfsspinne» lesen.

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