Empfehlungen

Am 8. März ist Internationaler Weltfrauentag

Heute, am Internationalen Frauentag, haben wir neun Buchempfehlungen für Sie. Hinter diesen neun Büchern stehen neun inspirierende Frauen. Und hinter diesen neun Frauen? Da stehen genauso viele inspirierende Geschichten, Erkenntnisse und Ideen. Diese drehen sich um ganz unterschiedliche Themen – und doch haben sie eines gemeinsam: eine ungeheuer positive Kraft, die dazu ermutigt, den Status quo der Gleichberechtigung nicht zu akzeptieren.

Internationaler Weltfrauentag

Nicht damit abfinden

Der Frauentag entstand aus dem Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Und heute? Geht es noch immer um die Rolle der Frau in der Gesellschaft – in all ihren Facetten. Weltweit demonstrieren Frauen am 8. März gegen Ungleichheit, Diskriminierung und Gewalt. Weil sie sich nicht damit abfinden. Weil sie für die mitkämpfen, die keine Wahl haben. Das Ziel: ein Zusammenleben frei von Vorurteilen, Geschlechterstereotypen, Bevormundung sowie politischen und gesellschaftlichen Schieflagen.

Feeling good?

Trotz dieses Ziels, das an Wichtigkeit nicht zu überbieten ist, wird dieser gesellschaftspolitische Tag auf jede nur erdenkliche Art eingenommen. Von der Schönheits- und Modeindustrie beispielsweise. Da wird aus dem Frauenkampftag ein Feel-good-Day gezaubert. Wo Frau sich zurücklehnen und erholen kann. Bei Gurkenmaske und 20 Prozent Rabatt auf alle nicht reduzierten Produkte – nur heute! Kein Wunder, denn die Themen, um die es beim Kampf der Frauen geht, sind denkbar unbequem: Gewalt, Ungleichheit, Ungerechtigkeit, verwehrte Bildung, Kleinhaltung, Fremdbestimmung. Damit verkauft man keine Gurkenmasken.

Der Rückschlag

Die Vereinnahmung des Frauentags durch Werbung & Co. ist ein Sägen am Stuhlbein der ganzen Bewegung. Trotzdem: So viel ist schon erreicht worden. Aber: bei Weitem nicht genug. Von diesem «So viel ist schon erreicht worden» haben die mittlerweile vier Corona-Wellen uns leider wieder weiter weggespült. Die Pandemie hat zum Rückfall in Rollenmuster geführt. Zu mehr häuslicher Gewalt. Zu mehr Diskriminierung und zu weniger Chancengleichheit. In dieser Richtung besonders betroffene Gruppen sind wie so oft Kinder und Frauen.

Gegen den Rückschlag durch die Pandemie begehrt unsere Autorin Mareike Fallwickl auf, indem sie darüber schreibt. Auch unsere weiteren Autorinnen kämpfen. Sie weisen auf gesellschaftliche Missstände hin. Sie thematisieren Mi­so­gy­nie, Gewalt, Übergriffe, Fremdzuschreibungen, Grenzen. Mit ihrem Schreiben wenden sie sich jedoch nicht gegen jemanden, sondern etwas Bestimmtem zu. Sogar vielen Aspekten: Selbstbestimmung, Selbstliebe, Aufbegehren und Grenzenlosigkeit.

Also: weg mit den Rosen, den Wellnessgutscheinen oder den freundlichen «Einen schönen Frauentag!»-Wünschen von zwinkernden Chefs. Her mit den Demonstrationen, dem offenen Thematisieren von Missständen und dem gegenseitigen Mutmachen.

9 Bücher, die zum Nachdenken und Handeln im Kampf für die Gleichstellung einladen

Marlene Hellene | Bauch frei!: Fremdbestimmung & Selbstbestimmung

Wenn es ums Kinderkriegen geht, sind Frauen in unserer Gesellschaft Übergriffigkeiten und Erwartungsdruck ausgesetzt. Ob sie nun Kinder haben will oder nicht. Sie kriegen kann oder nicht. «Eine Frau ohne Kinder ist eine Frau. Und zwar nicht weniger als eine Frau, die schon acht Kinder geboren hat.» Es geht um Ungerechtigkeiten, das Zugänglichmachen von Wissen und das einseitige, medial befeuerte Schwangerschaftsbild, das nur aus «Glück und Puderzucker» zu bestehen scheint. Besonders aber darum, dass Schwangere und Mütter auch heute noch um ihre Selbstbestimmtheit kämpfen müssen.

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Mareike Fallwickl | Die Wut, die bleibt: Last & Aufbegehren

«Sie ist mit drei Schritten vom Abendbrottisch bei der Balkontür, öffnet sie, schaut nicht zurück, macht noch zwei weitere Schritte. Und dann diesen einen.» Was passiert, wenn eine Frau die Last der Mutterschaft nicht mehr tragen kann? Ganz besonders in Zeiten der Pandemie und in einem patriarchalen System? In Mareike Fallwickls neuem Roman wählt Helene den Freitod. Sie hinterlässt Trauer und Chaos. Bei ihrer Familie, ihrer besten Freundin Sarah und vor allem ihrer ältesten Tochter Lola. Fallwickl zeigt auf, was es bedeutet, in unserer Gesellschaft Frau zu sein.

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Nicole Krauss | Ein Mann sein: Beziehungen & Trennung

In zehn Geschichten erzählt Nicole Krauss von den Beziehungen zwischen Mann und Frau, von den Spannungen zwischen den Geschlechtern und den Zumutungen des Zusammenseins. Die Schweiz, Japan, New York, Tel Aviv – die Storys spielen in verschiedensten Teilen der Welt. Sie zeigen Männer als Väter, Ehepartner, Liebhaber, Freunde, Kinder und Verführer. Die Themen: Sex, Macht, Gewalt, Leidenschaft, Selbstentdeckung, Älterwerden. In allen zehn Storys erforscht Nicole Krauss die unkartierten, vielleicht unkartierbaren Regionen zwischen den Geschlechtern.

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Evie Wyld | Die Frauen: Bedrängnis & Freiheit

«Die Frauen» von Evie Wyld ist eine Familiensaga. Eine, in der es viel um Wut geht auf eine Welt, die Männern allein gehört. Auf einem Anwesen in North Berwick hadert erst Ruth Hamilton mit dem wenigen Platz, den die Welt der Männer den Frauen zugesteht. Ein halbes Jahrhundert später dann ihre Stiefenkelin Viv, die sich in dem Haus heimgesucht fühlt von den aufsässigen Frauen in Bedrängnis, die vor ihr dort gelebt hatten. Ein Schauerroman über männliche Gewalt an Frauen, geschickt erzählt, voll mystischer Motive.

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Jasmina Kuhnke | Schwarzes Herz: Übergriffe & Selbstermächtigung

«Es ist mir gelungen, den Scherbenhaufen, der mein Leben war, zusammenzufegen und die Bruchstücke neu zusammenzusetzen. Ich habe sie überlebt. Ich lebe.» Jasmina Kuhnke hat eine Geschichte geschrieben, die ihrer ähnelt. Die ihre sein könnte. Über eine Frau, gefangen in toxischen, gewaltvollen Beziehung. Über Misogynie. Über Rassismus. Über die Kraft einer Mutter, die ihre Kinder beschützen will. Und die schließlich überlebt. «Ich habe Schlimmes erlebt, Schlimmes gesehen, Schlimmes gehört. Alles wird Teil dieser Geschichte, die warnen will, aber auch ermutigen.»

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Fran Lebowitz | New York und der Rest der Welt: Schwächen & Selbstbewusstsein

Fran Lebowitz ist eine Ikone, eine von vielen bewunderte Autorin und ein wahres New Yorker Urgestein. Entdeckt wurde sie von Andy Warhol, für dessen Magazin sie in jungen Jahren Kolumnen schrieb. In einem Interview sagt sie, der fehlende Glaube daran, dass sich je etwas ändere, war der Grund, warum sie nie politisch oder feministisch aktiv war. Sie sagt aber auch, dass sie nach der Schule nie wieder etwas gemacht hat, das gegen ihren Willen war. Was sie will und gut kann: Menschliches aufmerksam beobachten und darüber schreiben – komisch, überraschend und mit scharfer Satire.

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Nicole Jäger | Unkaputtbar: Selbstzweifel & Selbstliebe

In «Unkaputtbar» schreibt Nicole Jäger, dass es immer «Ers» sind, die ihre Geschichte prägen. Sie stolpert von einer ungesunden, gewaltvollen Beziehung in die nächste. Bis sie eines Tages entscheidet: Ich werde «mir ein Versprechen geben. Das Versprechen, dass der nächste Mensch, dem ich meine bedingungslose Liebe schenken werde, auf den ich besser aufpassen und den ich achten und mit Respekt und Rücksicht behandeln werde, der Mensch ist, der das alles am meisten braucht und verdient. Ich selbst.» Sie erkennt: Der eigene Selbstwert hängt nicht von der Liebe eines Mannes ab.

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Katrine Marçal | Die Mutter der Erfindung: Vergessen & Sichtbarkeit

Wussten Sie, dass nur drei Prozent des globalen Wagniskapitals an Frauen vergeben werden? Katrine Marçal liefert in ihrem Buch «Die Mutter der Erfindung» schockierende Einsichten darüber, wie sehr Sexismus Innovationen und Wirtschaft bestimmt. Weil unsere Welt von und für Männer gemacht ist. Sie stellt Fragen wie: Was hat die Menschheit verloren, weil Frauen über Jahrhunderte nicht mitbestimmen durften? Wie viel Einfallsreichtum von Frauen wurde auf die lange Bank geschoben, weil Männer und ihre oft weniger innovativen Ideen bevorzugt werden? Ein starkes Manifest mit einem neuen Blick auf die Geschichte der Erfindungen.

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Anne Ameri-Siemens | Die Frauen meines Lebens: Wegbegleiterinnen & Vorbilder

Die ganz großen Zitate, die bekanntesten Kalendersprüche, die geschichtsträchtigsten Anekdoten stammen oder handeln ungleich häufiger von Männern. Dieses Buch ist anders. Hier geht es um Vorbilder – allesamt weiblich und erzählt von erfolgreichen Frauen, die selbst inspirieren. Sie berichten von ihren ganz persönlichen Heldinnen so, wie Männer oft nur über Männer reden. Senta Berger, Luisa Neubauer, Jutta Allmendinger: Anne Ameri-Siemens schafft in diesem Buch einen Raum, in dem ihre weiblichen Vorbilder sichtbar gemacht werden.

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