Horst Köhler

Horst Köhler, geboren am 22. Februar 1943 im polnischen Skierbieszów, wächst in den Kriegs- und Nachkriegsjahren als Flüchtlingskind auf, bis die Familie 1957 in Ludwigsburg eine neue Heimat findet. Nach Abitur und Wehrdienst schließt er sein Studium der Wirtschaftswissenschaften 1969 in Tübingen ab, wo er auch promoviert. Nach einer wissenschaftlichen Tätigkeit im Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung führt ihn sein beruflicher Weg ins Bundeswirtschaftsministerium und später ins Bundesministerium der Finanzen.

1998 übernimmt Köhler die Leitung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London, deren Aufgabe es ist, den Aufbau der Demokratie und der Marktwirtschaft in den früheren kommunistischen Staaten zu unterstützen. 2000 wird er Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington; er verstärkt die Zusammenarbeit mit der Weltbank und leitet Reformen ein in der Überzeugung, dass weltweite Stabilität und Friedenssicherung eng mit effizienter Armutsbekämpfung verknüpft sind. Seine Erfahrungen mit Afrika aus seiner Zeit beim IWF haben Horst Köhler nachhaltig geprägt. Am 1. Juli 2004 wird Horst Köhler als neunter Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland vereidigt und im Mai 2009 in seinem Amt bestätigt. In seiner ersten Amtszeit besucht er in Afrika elf Länder und sieht die Notwendigkeit einer Partnerschaft auf Augenhöhe mit dem Nachbarkontinent Europas.

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Schicksal Afrika

Schicksal Afrika

Partnerschaft mit Afrika
Gemeinsam mit der ZEIT-Stiftung und unter Mitwirkung der Bundesregierung rief Bundespräsident Horst Köhler 2005 die Initiative «Partnerschaft mit Afrika» ins Leben. Auf bisher vier Afrika-Foren kam er seither mit reformorientierten Staats- und Regierungschefs sowie mit unabhängigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur ...   Weiterlesen

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