Thomas Wolfe

Von Zeit und Strom

Eine Legende vom Hunger des Menschen in der Jugend 

1935 erschien Thomas Wolfes zweiter Roman «Von Zeit und Strom». Nach der berühmt gewordenen Kindheits- und Jugendgeschichte Eugene Gants in «Schau heimwärts, Engel» ließ Wolfe nun dessen Wanderjahre folgen: Gant verläßt seine Heimatstadt Altamont, studiert in Boston, kehrt zur Beerdigung seines Vaters zurück, von dem er kaum etwas in Erinnerung behält außer seinen kraftvollen Steinmetzhänden, zieht für seinen ersten Job nach New York, dessen Millionengesicht er gierig aufnimmt, reist nach England und Frankreich – ein Getriebener ohne Mittelpunkt. Erst auf der Rückreise, auf dem Schiff und «nach all der gequälten, blinden Wanderschaft der Jugend» sieht er eine Frau, die die Frau seines Herzens werden könnte …
Wolfe gelingt in «Von Zeit und Strom» die Gestaltung einer besonderen Vision des Lebens; es ist «unaussprechlich in endloser Bewegung und unwandelbarem Wandel, wie der große Strom und wie die Zeit selbst». Dieser Roman gehört noch heute zu den bemerkenswertesten Zeugnissen amerikanischer Erzählkunst des 20. Jahrhunderts. Die kongeniale Übersetzung des expressionistischen Dichters Hans Schiebelhuth, die ihm in Deutschland bei seinem Erscheinen große Aufmerksamkeit verschaffte und Wolfe hierzulande berühmter machte, als er in seiner Heimat war, wurde für die vorliegende Ausgabe behutsam durchgesehen und aktualisiert.

Themen:   Frankreich; England; USA Nordosten, Mid-Atlantic States; Erste Hälfte 20. Jahrhundert (1900 bis 1950 n. Chr.); Klassische Belletristik; Zeitgenössische Liebesromane; Familienleben; Belletristik in Übersetzung

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