Rolf Hochhuth

Das Recht auf Arbeit / Nachtmusik

Zwei Dramen 

Als die Väter und Mütter des Grundgesetzes unter dem Eindruck der Hitlerdiktatur die Verfassung der Bundesrepublik schrieben, versuchten sie, die Bürger vor Übergriffen des Staates zu schützen. Dass Schutz vor der Willkür der Wirtschaft ebenso wichtig ist, haben die Bürger erst gelernt, seit jedermann klar ist, dass es nie wieder Arbeit für alle geben wird. Deshalb, so Hochhuth, muss das Recht auf Arbeit ein Bestandteil der Verfassung werden. Fünf Akte zeigen an individuellen Schicksalen und in zupackenden Dialogen, wie Arbeitslosigkeit die Menschen verbiegt, krankmacht, tötet. Wie unmenschlich jene sind, die sich nur am Shareholder Value orientieren. Und, bisweilen, wie lächerlich! Ein Zeitstück, wie es zeitgemäßer nicht sein könnte.

Themen:   Deutschland; Moderne und zeitgenössische Dramen (ab 1900); Moderne und zeitgenössische Belletristik

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