Claude Lanzmann

Das Grab des göttlichen Tauchers

Ausgewählte Texte 

Wie der Taucher auf dem berühmten Fresko im süditalienischen Paestum, das einen Mann zeigt, der kopfüber von einer Säule springt, hat Claude Lanzmann sich in jedes Abenteuer gestürzt. Alle wichtigen Entscheidungen seines Lebens, so schreibt er, waren wie Kopfsprünge ins Ungewisse.
Lanzmann wurde berühmt als Regisseur des epochemachenden Films «Shoah». Zugleich hat er zeitlebens als Publizist gearbeitet. Dieses Buch versammelt Reportagen, Erzählungen, Porträts und kämpferische Artikel, die er seit 1947 unter anderem für die von Jean-Paul Sartre gegründete Zeitschrift «Le Temps Modernes» geschrieben hat. Mal kritisiert er harsch, mal ist er voller Begeisterung; polemische Texte und politische Interventionen stehen neben einfühlsamen Nahaufnahmen und gesellschaftlichen Tiefenbohrungen. Immer sind die Texte unkonventionell, eigensinnig und frei. Lanzmann porträtiert Serge Gainsbourg, Richard Burton und Jean-Paul Belmondo, schreibt über den Dalai-Lama und Israel, über «Schindlers Liste» und Rainer Werner Fassbinder.
Lanzmann gehört zu den wichtigsten europäischen Intellektuellen der Gegenwart. Einmal mehr erweist er sich nun als unverzichtbarer und mutiger Chronist des zwanzigsten Jahrhunderts.

Themen:   einzelne Regisseure, Filmemacher; Reportagen und journalistische Berichterstattung; Tatsachenberichte, allgemein; Holocaust; Phänomenologie und Existenzphilosophie; Frankreich; Deutschland; Zweite Hälfte 20. Jahrhundert (1950 bis 1999 n. Chr.); 2000 bis 2009 n. Chr.

Coverbild Claude Lanzmann ist tot
Coverbild Claude Lanzmann ist tot

«Ich bin von der Welt weder übersättigt noch ermattet, und hundert Leben … würden mich nicht müde machen»

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