Manfred Flügge

Brief an einen französischen Freund

Unser Nachbarland Frankreich, über lange Zeiten abwechselnd Feindesland und Sehnsuchtsland, ist in den letzten Jahrzehnten zum vertrauten Partnerland geworden.
Bei den Franzosen fand man Lebenskultur, Eleganz, große Literatur und Malerei, eine festgefügte republikanische Tradition – und Fußball spielen konnten sie auch noch.
In jüngster Zeit kippte die Wertschätzung. Es gibt soziale Unruhen und politische Skandale im Land, Reformstau und extremistische Anschläge, eine verlorene Jugend in den unbewohnbaren Vorstädten, das unverdaute Erbe der Kolonialzeit und als Folge all der Probleme das Aufkommen einer autoritär-nationalistischen und fremdenfeindlichen Bewegung. Was ist los, was steckt dahinter, wohin kann das führen?
Manfred Flügge, ausgewiesen als versierter Frankreich-Kenner, schreibt einen (fiktiven) Brief an einen (realen) französischen Freund, der seit einiger Zeit den Front National wählt. Er erinnert sich an den Beginn seiner eigenen Frankreich-Liebe, untersucht die Veränderungen im Land und fragt, welche Zukunft den Franzosen bevorsteht und was das für Europa bedeutet.
Ein ebenso kenntnisreicher wie besorgter Blick auf unser Nachbarland Frankreich – angesichts des immer offensichtlicheren Erstarkens der Rechtspopulisten.

Themen:   Literarische Essays; Gesellschaft und Kultur, allgemein; Politische Parteien; Frankreich; EU, Europäische Union; 2000 bis 2009 n. Chr.; 2010 bis 2019 n. Chr.

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