Andrea Camilleri

Gewisse Momente

Welche Menschen und Bücher haben mir im Lauf meines langen Lebens zu innerer Klarheit verholfen? Diese Frage stellt sich Italiens bedeutendester lebender Schriftsteller und beantwortet sie in kurzen, pointierten Geschichten:
Über seine bewegten Jugendjahren auf Sizilien, zur Zeit des Faschismus. Das Hausmädchen seiner Großtante, deren Mut seine Familie vor den Repressalien der deutschen Besatzer schützte. Über seine Zeit als Theaterregisseur, bevor er ein weltberühmter Schriftsteller wurde. Hier gibt es die schöne Szene, in der Arthur Adamov, Meister des absurden Theaters, Camilleri das Telefon reicht und ihn unvorbereitet mit Becket höchstpersönlich sprechen lässt, dessen "Warten auf Godot" Camilleri gerade in Rom inszeniert. Oder den Wutanfall Camilleris während der Proben eines Stückes, das vor Kirchenvertretern aufgeführt werden soll. Der Kardinal, der Camilleris Fausthieb nicht nur verzeiht, sondern berechtigt findet, ist der spätere Papst Johannes XXIII. Und natürlich begegnet der Leser auch bedeutenden Figuren der abendländischen Literatur: Orlando furioso – und Pinocchio.

Themen:   Memoiren, Berichte/Erinnerungen; Moderne und zeitgenössische Belletristik; Biografischer Roman; Belletristik: Erzählungen, Kurzgeschichten, Short Stories; Belletristik in Übersetzung; Sizilien

Top