Thomas Pynchon

V.

In den Notizen des verstorbenen Vaters entdeckt Herbert Stencil das rätselhafte Symbol V. Er und Benny Profane, der andere Held des Romans, begeben sich auf die Suche nach ihm, die sich zu einer burlesken, aktionsreichen «tour de force» entwickelt. Die Handlung spielt in einem von der ehemaligen Afrikakolonie Deutsch-Südwest über Malta, Florenz und Paris bis nach Venezuela reichenden totalitären Weltstaat, in dem Begebenheiten aus der Geschichte und Vergangenheit dreier Kontinente vorsätzlich als geheimnisvolle, dunkle Machenschaften, als eine Verschwörung von globalem Ausmaß dargestellt werden.
«Für diesen Autor gibt es nur zwei Möglichkeiten: Paranoia oder Anti-Paranoia. Entweder alles ist verknüpft oder gar nichts. Entweder alles strahlt vom Zentrum weg, oder es gibt gar kein Zentrum. Entweder ist alles an Geschichte determiniert, oder Geschichte ist völlig bedeutungslos, eine Ansammlung von Anekdoten.» (Elfriede Jelinek)
«Pynchon kalkuliert genau die Akzente des Trivialromans – dessen Tonfall er geschickt imitiert – und der literarischen Prosa. Dem entspricht die Balance zwischen realistischem und phantastischem Erzählen.» (Gabriele Wohmann)

Themen:   New York City; 1950 bis 1959 n. Chr.; Moderne und zeitgenössische Belletristik; Belletristik in Übersetzung

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