Thomas Pynchon

Bleeding Edge

«Es ist 2001 in New York. Wir befinden uns in der Flaute zwischen dem Platzen der Dotcom-Blase und den schrecklichen Ereignissen des 11. September. Das Web 1.0 leidet unter pubertären Angstzuständen, Googles Börsengang steht noch bevor, aber es herrscht kein Mangel an Schwindlern, die darauf aus sind, sich ein Stück vom Rest des Kuchens abzuschneiden.
Maxine Tarnow hat eine nette kleine Betrugsermittlungsagentur auf der Upper West Side, früher mal mit staatlicher Lizenz, doch die ist ihr entzogen worden. Was sich als Segen erwies, denn nun kann sie eine Beretta mit sich herumtragen, Kontakte mit zwielichtigen Gestalten pflegen und sich in fremde Bankkonten hacken. Im Übrigen führt sie das Leben einer typischen berufstätigen Mutter – zwei Jungen in der Grundschule, ungeklärter Beziehungsstatus mit ihrem Quasi-Semi-Exmann Horst, alles ganz normal –, bis sie sich für die Finanzen einer Computer-Sicherheitsfirma sowie deren nerdigen, milliardenschweren Vorstandsvorsitzenden interessiert, worauf die Ereignisse sich in die U-Bahn stürzen und unter Auslassung mehrerer Haltestellen ins Zentrum des Geschehens rasen. Bald macht Maxine die Bekanntschaft eines Drogenschmugglers mit einer Art-déco-Yacht, eines professionellen, von Adolf Hitlers Aftershave besessenen Riechers sowie eines neoliberalen Geldeintreibers mit Schuhproblemen. Und mit anderen Schurken, von denen einige seltsamerweise mit einem Mal tot sind.
Werden die Übeltäter entlarvt oder gar – unvorstellbar! – verknackt? Wird Maxine die Pistole aus der Handtasche nehmen müssen? Werden sie und Horst wieder zusammenfinden? Wird Jerry Seinfeld einen Gastauftritt haben? Werden die irdischen und die karmischen Konten ausgeglichen?
Tja, wer will das schon wissen?»
Thomas Pynchon

Themen:   New York City; Moderne und zeitgenössische Belletristik; Belletristik in Übersetzung

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